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Liebe Mitglieder,

als wir während der Sondierungsgespräche über eine mögliche „Jamaika“-Koalition unseren Parlamentarischen Abend durchgeführt haben, waren es u.a. die unten aufgeführten Themen, die wir unseren zahlreichen Gästen vorgetragen haben. Weitere Entwicklungen haben sich inzwischen ergeben. Im neuen Jahr werden wir, wie auch immer die nächste Bundesregierung aussehen wird, unsere Anliegen weiterhin energisch vortragen.

  

Die Botschaft des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. am Parlamentarischen Abend, Berlin 08. November 2017:

 

  1. Das für den Klimaschutz zuständige Ministerium muss in der neuen Regierung auch die Zuständigkeit zur Umsetzung der Energiewende erhalten. Dazu gehört u.a. auch die Fachaufsicht über die BNetzA, soweit es um den von der Energiewende getriebenen Ausbau der Stromübertragungskapazität sowie um damit im Zusammenhang stehende Fragen der Anreizregulierung und der Netzentgelte geht.

  2. Es muss ein Gesetz vereinbart werden, um den Einsatz der Pumpspeicherkraftwerke und stillgelegter Kraftwerksgeneratoren als sog. Phasenschieber für die Netzsteuerung zu ermöglichen.

  3. Unsere Ziele sind u.a. die Aufhebung der Ausbaudeckel, das Festhalten am Einspeisevorrang und am 20-jährigen Vergütungszeitraum für die EE, sowie an der bauplanungsrechtlichen Privilegierung der Windenergie.
  4. Die EEG-Umlage aus den Altlasten muss durch einen steuerfinanzierten Fonds (Töpfer-Vorschlag) ersetzt werden.

  5. Die regenerative Wasserstoffproduktion on- und offshore muss gefördert werden. Dies soll insbesondere zur Nutzung im Mobilitätsbereich geschehen und durch Absicherung in der Bundesraumordnung, planungsrechtliche Privilegierung und steuerliche Anreize erfolgen.

  6. Der Kohleausstieg muss gesetzlich festgeschrieben und konkrete Meilensteine verabredet werden:

    15 GW Braunkohle bis 2021 vom Netz nehmen


    Sofortige Einführung einer Abgabe auf die Kohlestrom-Erzeugung

    Neubau von Kohlekraftwerken aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes gesetzlich untersagen

    Einnahmen aus dem Soli für Strukturhilfen in den Braunkohleregionen nutzen

 

Die Zeit eilt, die Bremsen und Fehlentwicklungen müssen aufgehoben bzw. korrigiert werden, das gilt für die Windkraft insgesamt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre dieses Newsletters, ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2018.

Bild Dr Wolfgang von Geldern

Ihr Dr. Wolfgang von Geldern

-Vorsitzender des Vorstandes-

 

 

 

Inhaltsübersicht

 

Parlamentarischen Abend 

Berlin 08. November 2017:

 

1. Rede von Bernd Westphal, MdB (SPD)

2. Rede von Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär (CDU)

3. Rede von Volker Malmen, Orsted Wind Power Germany GmbH

4. Rede von Lothar Schulze (WVW)

5. Rede von Udo Paschedag (WVW)

 

Weiteres:

 

6. Die Abregelungspraxis von EEG-Anlagen in der Kritik

7. Ausschreibungspraxis: BNetzA erhöht den Höchstwert für Windenergie an Land

8. Unternehmensvorstellung: Windwärts Energie GmbH. Ein Unternehmen der MVV Energie Gruppe

 

 

 


1. Rede von Bernd Westphal MdB (SPD)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Windenergiebranche trägt maßgeblich dazu bei, dass der Erneuerbaren Anteil am Strom mittlerweile ein Drittel beträgt. Für die geleistete Pionierarbeit möchte ich der Branche danken. Es ist spannend, welche Entwicklungen sich hier in der Vergangenheit vollzogen haben – sei es beim gestiegenen Marktanteil oder bei der Reduzierung der Herstellungs- und Betriebskosten von Windenergieanlagen.

Vom Ausbau der Windenergie geht ein ökonomischer und technologischer Impuls aus, den wir nutzen und ausbauen wollen, indem wir ihn in die Wirtschaft integrieren. So hat z.B. Siemens in Cuxhaven die weltweit größte Produktionsstätte für Windturbinen geschaffen. 200 Millionen Euro hat der Konzern in die Wind-Offshore-Produktionsstätte investiert – rund 2000 neue Arbeitsplätze könnten in der Stadt entstehen. Wir alle wissen jedoch, dass die Situation bei Siemens Gamesa – wie auch dem Siemens Gesamtkonzern – aktuell nicht einfach ist.

Gegenwärtig sind 65 bis 70 Prozent der Produktion deutscher Windenergieanlagenhersteller für den Export bestimmt. Auch die Expertise deutscher Betreiber und Dienstleister ist gefragt. Formate, wie der – vom Bundeswirtschaftsministerium und Auswärtigen Amt durchgeführte – „Berlin Energy Transition Dialogue“ haben sicherlich ihren Beitrag geleistet, um den guten Ruf von deutscher Technik in der Welt noch auszubauen. Wir sind globaler Trendsetter mit der Energiewende und wollen es bleiben.

Spannend sind nicht nur die Entwicklungen der Windenergie in den letzten Jahren, sondern auch die jüngeren Entwicklungen. Wie Sie wissen, wird seit Anfang 2017 die Vergütungshöhe des Stroms aus Erneuerbaren Energie-Anlagen nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt. Die Einspeisevergütung konnte mit den Ausschreibungen drastisch reduziert werden. Wir hoffen, dass damit auch die enorm hohen Pachtpreise für Windparks reduziert werden können. Das Null-Cent-Gebot von EnBW für einen Windpark auf See ist ein erfreuliches Ergebnis, wenngleich hier besondere Umstände vorlagen, die dies möglich machten, wie der angenommene technische Fortschritt für Windkrafträder bis 2025, der Wettbewerb um Netzanschlüsse, steigende Börsenstrompreise und bereits bestehende Betriebsanlagen für die Wartung des EnBW-Windparks ganz in der Nähe. Ich bin aber zuversichtlich, dass dieser Trend sich fortsetzt. Ob der Ausbaudeckel aufgehoben werden kann, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab.

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wir adressieren jedoch auch klar die Herausforderungen, vor denen wir hier stehen. Dazu zählt besonders zum einen der schleppende Ausbau des Übertragungsnetzes, insbesondere die fehlenden Gleichstromtrassen von Nord nach Süd. Hier müssen wir darauf achten, dass die Kosten für das Einspeisemanagement nicht ausufern. Geboten ist die Synchronisierung von Netzausbau und Ausbau der Erneuerbaren. Zum anderen müssen die Bedenken der Bevölkerung im Auge behalten werden. Mit dem gesetzlich verankerten Vorrang für Erdverkabelung bei Suedlink haben wir versucht den Vorbehalten der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Über Informationsveranstaltungen vor Ort beantworten wir gemeinsam mit der Bundesnetzagentur Fragen über den Netzausbau in der Hoffnung, Ängste und Zweifel ausräumen zu können.

Auch Windkraftparks treffen immer öfter auf Ablehnung der Anwohner. Hierauf müssen wir reagieren. Die Akzeptanz von Windenergie in der Bevölkerung kann man nur gewinnen, wenn sie auch von Windkraftparks profitieren. Es gab eine große Einigkeit, Bürgerenergiegesellschaften an Windkraftparks zu beteiligen. Nach der ersten Ausschreibungsrunde zeichnete sich allerdings ab, dass – ohne dabei gesetzeswidrig zu handeln – große Projektierer Bürgerenergiegesellschaften gründen, um von den Ausnahmeregelungen für Bürgerenergiegesellschaften zu profitieren. Hier wollten wir umgehend eine Änderung der Ausschreibungsbedingungen herbeiführen, was aber mit unserem Koalitionspartner nicht möglich war. Leider gilt die vorgenommene Änderung erst für die erste Ausschreibung in 2018. Das BMWi prüft derzeit die Ausschreibungsbestimmungen für Bürgerenergiegesellschaften insgesamt, so dass ich eine umfassendere Nachbesserung nicht ausschließe.

Doch die Hausaufgabenliste für die deutsche Energiepolitik ist lang: Wir müssen den Finanzierungsrahmen anpassen, wir brauchen Technologieoffenheit. Wir müssen die breite Anwendung von „Grünem Wasserstoff“ ermöglichen und auch die Volatilität der Erneuerbaren ausgleichen, zum Beispiel durch Speicher und Flexibilisierung des Verbrauchs. Nur so können wir die Energiewende erfolgreich zu Ende führen.

Auch der Hausaufgabenzettel der Windenergiebranche ist nicht leer. Ich wünsche mir Engagement, die Tarifbindung zu erhöhen und Mitbestimmung zu fördern. Eine erfolgreiche Sozialpartnerschaft mit Betriebsräten und Gewerkschaften fördert gute Arbeitsbedingungen, erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber und stärkt das Image der Branche. Nachhaltigkeit berücksichtigt die soziale, ökonomische und ökologische Säule gleichzeitig.

Ich wünsche der Branche weiterhin viel Erfolg!

 


2. Rede von Enak Ferlemann (CDU), parlamentarischer Staatssekretär

 

Ich möchte mich recht herzlich für die Einladung zu diesem Parlamentarischen Abend bei Herrn Dr. von Geldern bedanken.

Allerdings habe ich bereits zum Inhalt des Einladungsschreibens einige Anmerkungen.

Der WVW vertritt in diesem Einladungsschreiben die Auffassung, dass die in der letzten Legislaturperiode durch den Deutschen Bundestag verabschiedeten EEG-Novellen die Energiewende nicht gefördert hätten. Vielmehr sei die Windkraftbranche an Land und auf See von einem Fadenriss bedroht und die Bemühungen um den Klimaschutz hätten einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen.

Dieser Auffassung muss ich zumindest für den Bereich der Windenergie auf See widersprechen. Die Offshore-Windenergie hat sich zu einer der tragenden Säulen der Energiewende entwickelt. Werfen wir einen Blick auf die aktuelle Situation und die aktuellen Ausbaubedingungen. Das Ziel der Bundesregierung ist es, einen Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2050 von mindestens 80 Prozent zu erreichen. Der jetzt erreichte Stand an realisierter Stromerzeugung durch die Offshore-Windenergie ist bereits beachtlich. Mit dem erzeugten Strom aus über 1.000 Windenergieanlagen am Netz können über 4 Mio. Haushalte in Deutschland mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Diese Ergebnisse resultieren auch aus vorausschauender Planung und Koordination der einzelnen Maßnahmen der Bundesregierung. Sie wird weiterhin die Rahmenbedingungen für diese Investitionen erleichtern und damit den Ausbau der Offshore-Windenergie fördern. Orientiert an den realistischen Ausbaumöglichkeiten der Offshore-Windenergie unter Einbeziehung des Netzausbaus an Land, wurde der Ausbaupfad 2020 im Koalitionsvertrag für die 18. Legislaturperiode auf 6,5 Gigawatt (GW) festgelegt. Für den weiteren Ausbaupfad bis 2030 geht die Bundesregierung von durchschnittlich zwei Windparks pro Jahr mit einer Leistung von je ca. 400 Megawatt aus, um einen Ausbau von 15 Gigawatt bis 2030 zu erreichen. Bis 2020 wird die Gesamtleistung deutlich 7.000 Megawatt übersteigen. Bis 2030 liegt das gesetzliche Ausbauziel bei 15.000 Megawatt.

Wie wollen wir dieses Ausbauziel erreichen und dabei gleichzeitig zu einer erheblichen Kostensenkung bei den Einspeisevergütungen und damit bei den Stromkosten für die Endverbraucher kommen? Hierzu wurde in 2016 das parlamentarische Verfahren zum Gesetz zur Einführung von Ausschreibungen für Strom aus erneuerbaren Energien und zu weiteren Änderungen des Rechts der erneuerbaren Energien abgeschlossen. Teil dieses Gesetzes ist das seit dem 01. Januar 2017 geltende „Windenergie-auf-See-Gesetz“ (WindSeeG).

Ziel des Windenergie-auf-See Gesetzes ist ein konsistenter Rechtsrahmen für die Entwicklung der Windenergie und für die Netzanbindung auf See – ein Rechtsrahmen „aus einem Guss“. Die künftige Förderung für Windenergie auf See wird seit dem 01. Januar 2017 wettbewerblich ermittelt. Die Ergebnisse der ersten Ausschreibung für den Bereich der Offshore-Windenergie haben die Erwartungen der Bundesregierung deutlich übertroffen. Erstmals kommen damit Offshore-Windparks ohne Subventionen aus und wecken damit die Hoffnungen auf eine Dämpfung der Strompreise.

Das von mir dargestellte Ziel des Windenergie-auf-See Gesetzes hinsichtlich der Kostensenkung bei den Einspeisevergütungen wurde bei dieser Ausschreibung erreicht. Durch die jetzt geltenden Regelungen wird der Ausbau der erneuerbaren Energien stetig und kosteneffizient unter Wahrung hoher Akzeptanz fortgesetzt.

Wie geht es, Stand heute, weiter ?

Die zweite Ausschreibung für bestehende Offshore-Windparkprojekte erfolgt am 1. April 2018. Das Ausschreibungsvolumen beträgt wie in der ersten Ausschreibung 1.550 Megawatt zuzüglich der 60 Megawatt, die in der ersten Ausschreibung nicht bezuschlagt worden sind. Damit liegt das Ausschreibungsvolumen in der zweiten Ausschreibung insgesamt bei 1.610 Megawatt. Davon sind nach dem Windenergie-auf-See-Gesetz mindestens 500 Megawatt Offshore-Windparks in der Ostsee zuzuschlagen. Projekte, die in der jetzt abgeschlossenen Ausschreibung keinen Zuschlag erhalten haben, können sich an der zweiten Ausschreibung erneut beteiligen. Es ist allerdings offen, ob sich die niedrigen Zuschlagswerte in der zweiten Ausschreibungsrunde wiederholen werden.

Was kommt nach dem Übergangsmodell ?

Das zu meinem Geschäftsbereich gehörende Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat zwei neue gesetzliche Aufgaben erhalten: Zum einen die Aufstellung des Flächenentwicklungsplanes, der festlegt, in welchen Jahren welche Flächen untersucht werden und wann diese Flächen durch die Bundesnetzagentur ausgeschrieben werden. Zum anderen wird das BSH Voruntersuchungen zur Meeresumwelt und zum Baugrund beauftragen, damit den Bietern die Informationen zur Verfügung gestellt werden, die sie für die Teilnahme an den Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur ab dem Jahr 2021 benötigen. Diese Ausschreibungen erfolgen dann im sogenannten „Zentralen Modell“ (Inbetriebnahme der Windparks ab 2026).

Um die neuen Aufgaben im BSH bewältigen zu können, wurde mit Wirkung vom 01.10.217 eine Abteilung „Ordnung des Meeres“ im BSH eingerichtet. Dem BSH wurden hierfür über 30 zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt. Hierdurch ist gewährleistet, dass das BSH die neuen Aufgaben in der gleichen sehr guten Qualität der bisherigen Aufgabenerfüllung bewältigen kann.

Durch das BSH wird in Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur ein Flächenentwicklungsplan erstellt. In diesem werden neben den Flächen für Offshore-Windparks und deren Reihenfolge in den Ausschreibungen sowie der jeweils installierbaren Leistung auch die Standorte von Konverterplattformen / Umspannanlagen sowie der Trassen der Anbindungsleitungen festgelegt. Auch die zeitliche Reihenfolge der (geplanten) Inbetriebnahme der Windparks und deren Offshore-Anbindungsleitungen soll in diesem Flächenentwicklungsplan festgeschrieben werden, um so eine zeitgleiche Inbetriebnahme von Windparks und jeweils erforderlichen Netzanbindungsleitungen sicherzustellen. Die erforderlichen Voruntersuchungen der zukünftigen Projektflächen sollen durch das BSH bzw. – bei Flächen im Küstenmeer – durch eine Landesbehörde durchgeführt werden. Die Eignung der Fläche und die dort installierbare Leistung werden anschließend durch eine Rechtsverordnung festgestellt. In Ausschreibungen bewerben sich Bieter dann um die Entwicklung von Offshore-Windparks auf diesen Flächen.

Seitens der Windenergiebranche wurden die aktuellen Ausbauziele für die Windenergie auf See wiederholt kritisiert. Eine Anhebung des „Deckels“ wird gefordert. Nach meiner Auffassung ergeben sich für die neue Bundesregierung Chancen, die energiewirtschaftlichen und industriepolitischen Potentiale der Windenergie auf See durch eine Anhebung der Ausbauziele zu nutzen.

Mit der Begrenzung des Zubaus von Offshore-Windenergie im EEG 2014 von zuvor 25 GW auf jetzt 15 GW bis 2030 sollten vor allem die Kosten der Energiewende gedämpft werden. Die derzeitigen Ausbauziele der Bundesregierung, die in den 20er Jahren einen jährlichen Zubau zwischen 500 und 840 MW vorsehen, bremsen nach Auffassung der Branche die Entwicklung der Offshore-Windindustrie am Standort Deutschland. Es ist jedoch dabei zu bedenken, dass der Erfolg der Energiewende in Deutschland wesentlich vom Netzausbau und dem Fortschritt der Sektorenkopplung abhängt. Daraus resultiert eine ganzheitliche Umstellung unseres Energiesystems, bei der neue Netzinfrastruktur zügig entsteht und Wärme- und Mobilitätssektoren ihre Abhängigkeit von CO2-intensiven fossilen Energieträgern perspektivisch reduzieren.

Darüber hinaus sollten die verschiedenen technischen Möglichkeiten genutzt werden, um Netzengpässe an Land vorübergehend oder dauerhaft zu überwinden. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur verbesserten Netzauslastung. Auf die Ergebnisse der Diskussionen im Bundestag und in der Bundesregierung darf man gespannt sein.

Wir sind insgesamt auf dem richtigen Weg zum Erreichen der Ziele der Energiewende. Dabei leisten wir gleichzeitig einen positiven Beitrag für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der hiervon betroffenen Wirtschaftsbereiche.



3. Rede von Volker Malmen, Orsted Wind Power Germany GmbH

(vormals DONG Energy Wind Power Germany GmbH)

 

Am 01.11.2017 ist ein Artikel in der WELT erschienen, der über den vermeintlichen Wahnsinn der deutschen Energiewende berichtet. Der Autor hat die paradoxe Situation erläutert, dass es trotz enormer Windgeschwindigkeiten aufgrund der Herbststürme, weniger erneuerbarer Strom ins Netz eingespeist wurde, die Strompreise an der deutschen Energiebörse sogar ins Negative fielen und dieser Umstand, horrende Kosten für die deutschen Stromkunden bedeuten.

Und ich muss an dieser Stelle sagen: Ja, es ist ein Wahnsinn, wenn wir in der deutschen Nordsee in wenigen Tagen so viel CO2-freien Strom produzieren das ganze Metropolregionen versorgt werden könnten, diesen aber nicht ins deutsche Netz einspeisen können, weil das Netz bereits voller Kohlestrom ist. Wir werden abgeregelt und entschädigt. Doch wer zahlt? Die deutschen Stromkunden zahlen. Das System hakt, meine Damen und Herren. Es funktioniert nicht, weil es bislang nicht gelungen ist in Deutschland, einen fairen wettbewerblichen Markt für alle Technologien zu schaffen.

Ich bin heute aber nicht hier, um Ihnen die Lösung dieses allgemeinen Energiemarktproblems zu bringen. Wir setzen hier auf die kommende Bundesregierung und sind guter Hoffnung, dass eine sinnvolle CO2-Bepreisung die wahren Kosten von produziertem Strom aufzeigen werden.

Ich möchte heute Ihren Blick auf eine spezielle erneuerbare Technologie lenken, der Offshore-Windenergie: Offshore-Wind leistet schon heute aufgrund der günstigen Windverhältnisse in Nord- und Ostsee einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung. Je mehr Offshore-Wind, desto kostengünstiger wird die Energiewende in Deutschland, da so die Systemkosten deutlich gesenkt werden.

Warum: Weil wir nicht einzelne Anlagen bauen, sondern Kraftwerke. Offshore-Wind ist durch stetige und gut prognostizierbare Windausbeute beinahe grundlastfähig. Wir produzieren an mehr als 350 Tagen im Jahr Strom und mit mehr als 4.500 Volllaststunden im Jahr, beinahe doppelt so viel wie Windanlagen an Land, mehr als vier Mal so viele wie Photovoltaik; sie bietet somit eine konstante, stabile und vorhersehbare Produktion und verringert so den Bedarf an Reservekapazitäten, was zu sinkenden Gesamtkosten führt.

Ökologische Bedenken während des Baus unserer Kraftwerke konnten ausgeräumt werden - durch intelligente Technik (z.B. geräuscharme Installation) werden Beeinträchtigungen der Umwelt vermieden.

Offshore Wind ist effizienteste und kostengünstigste EE mit einer steilen Lernkurve – das haben wir beweisen in der diesjährigen Auktion im April. Wir werden zwei subventionsfreie Windparks ab 2024 bauen.

Dies ist auch deswegen möglich geworden, weil Offshore-Wind wie keine andere erneuerbare Energie in nur wenigen Jahren technologische Riesenschritte vollbringen konnte. Noch im Jahr 2015 haben wir Windanlagen installiert, die jeweils rund 4 Megawatt Leistung hatten. Heute sind die Anlagen bereits 8 Megawatt groß und für die Windparks der Auktion planen wir mit 10-15 MW Anlagen. Alleine diese Entwicklung innerhalb von weniger als zehn Jahren zeigt das Riesenpotential dieser Technologie auf.

Doch der wichtigste Grund, weshalb wir ein Null-Cent-Gebot abgeben konnten, ist, dass wir die Windparkprojekte selber entwickelt haben. Wir kennen alle wichtigen Daten und haben den Projektzeitplan komplett in unserer Hand.

Wir haben uns in der Debatte, ob Offshore-Wind bereit ist für den Wettbewerb immer positiv für ein Auktionsmodell ausgesprochen. Auch die kommende Auktion im April 2018 wird zeigen, welche positiven Effekte der Wettbewerb zwischen Projektinhabern hat.

Wir haben uns in der Debatte, ob Offshore-Wind bereit ist für den Wettbewerb immer positiv für ein Auktionsmodell ausgesprochen. Auch die kommende Auktion im April 2018 wird zeigen, welche positiven Effekte der Wettbewerb zwischen Projektinhabern hat.

Dank des dezentralen Modells, das wir in einer Übergangszeit zugestanden bekommen haben, hat die Branche bereits in diesem Jahr etwas erreicht, was niemand für möglich gehalten hätte: Subventionsfreie erneuerbare Energie. Dies ist gelungen, weil das System wesentlich wettbewerbsorientierter ist und sich nur die besten, bereits intensiv voruntersuchten Projekte durchsetzen.

Eine zusätzliche Bürokratisierung sowie doppelt durchgeführte Untersuchungen werden im zentralen Modell unweigerlich zu höheren Kosten führen.

Was geschieht nach der nächsten Auktion: Nur 4 Wochen nach der 2. Auktion müssen wir bestehende Projektrechte abtreten. Unabhängig davon, welche Investitionen wir in die Vorentwicklung investiert haben. Investitionen in Millionenhöhe.

Im Zentralen Modell ist auch das Losverfahren als Entscheidungsinstrument vorgesehen. Eine Lotterie darf kein Instrument zur Steuerung von Investitionen in Mrd.-Höhe sein.

Es ist notwendig, den Auktionsmechanismus anzupassen. Als bewährtes Auktionselement in vielen Ländern hat sich ein (two-way) CFD durchgesetzt.

Wir sind bereit, das riesige Potential der höchst effizienten Offshore-Windenergie zu heben und die Energiewende bezahlbar zu machen. Dazu benötigen wir nur faire und stärker wettbewerbsorientierte Rahmenbedingungen.

Unsere zukünftige Regierung weiß um die großen Herausforderungen, die uns beim Klimaschutz und bei der Energiewende bevorstehen. Ich hoffe, dass wir schnell und konstruktiv die von mir angesprochenen Themen angehen können und dafür Unterstützung finden.

 


4. Rede von Lothar Schulze (WVW)

 

Ich stehe hier vor Ihnen mit einer schwierigen Aufgabe. Die Windbranche feiert Rekorde – und ich muss Ihnen erklären, warum sich der Wirtschaftsverband Windkraftwerke trotzdem große Sorgen macht, vor allem um die Perspektive der Windenergie an Land.

Im Jahr 2017 werden an Land mehr als 5.000 MW Leistung installiert. Nach dem Rekord der Genehmigungszahlen im Jahr 2016 werden die Projekte nun errichtet, und die Unternehmen haben alle Hände voll zu tun.

Die Ausschreibungen sind eingeführt, und führen zu deutlich sinkenden Vergütungshöhen, wenn man die Zuschlagswerte ansieht. In der zweiten Ausschreibungsrunde sank der Zuschlag auf 4,29 ct./kWh und liegt damit um 40% unter dem zulässigen Höchstpreis! Gegenüber dem alten EEG sogar um 50% niedriger! Und – wer hätte das gedacht: Die Bürgerenergie dominiert mit mehr als 90% der Zuschläge. Sind da nicht alle Ziele der Politik in Erfüllung gegangen ? Alles in Ordnung ?

Was ist eigentlich passiert in diesem Rekordjahr 2017 – wie wird sich das auf die Zukunft auswirken ?

Der Auslöser für den Rekord ist nach unserer Einschätzung die Angst vor dem Ausschreibungssystem. Wie schon bei der Photovoltaik vor mehreren Jahren gesehen sorgen drastische Veränderungen der Rahmenbedingungen für hektische und irrationale Entwicklungen und massive Vorzieheffekte, die zwar zu Rekorden führen können, aber am Ende eine nachhaltige stetige Entwicklung zerstören. Weil die Politik aufgrund der Rekorde dann auch wieder hektisch nachregulieren will und sich die Spirale noch beschleunigt.

Die Photovoltaik in Deutschland ist nach den Rekorden auf ein Niveau abgestürzt, das keinen tragfähigen Markt mehr zuließ. Droht ähnliches auch der Windenergie ?

Bürgerenergieprojekte haben eine Frist zur Umsetzung von 54 Monaten. Nach unserer Ansicht ist in den bezuschlagten Geboten eine erwartete technisch-wirtschaftliche Entwicklung von 4 – 5 Jahren mit optimistischen Annahmen vorweggenommen worden. Angekündigte Prototypen lassen bei gleichzeitig deutlichen Kostensenkungen rechnerisch ein Vergütungsniveau ermitteln, wie wir es in den Ausschreibungen gesehen haben.

Doch Projekte mit heute vorhandenen, technisch erprobten und ausgereiften Anlagen sind unter diesen Bedingungen chancenlos. Die Entwicklung der Zuschlagshöhen bildet nicht die tatsächliche und reale Kostenentwicklung der Windenergie ab.

Die Entwicklung im Jahr 2017 wird daher dramatische Folgen haben. Unter der wahrscheinlichen Annahme, dass diese Tendenz auch in der dritten Ausschreibungsrunde weitergeht, werden nahezu alle genehmigten Projekte leer ausgehen. Fast ein gesamtes Jahresvolumen der Ausschreibungen ist spekulativ kalkuliert und wird wegen des noch nicht durchgeführten Genehmigungsverfahrens möglicherweise gar nicht realisiert werden.

Mit verfügbaren Windenergieanlagen geplante Projekte sind nicht umsetzbar und verlieren drastisch an Wert. Die Projektentwickler müssen die Projekte umplanen, was Verzögerungen im Bereich von 2 – 3 Jahren auslösen wird. Dies werden nur Unternehmen mit einer sehr guten Kapitaldecke überleben. Die bereits erkennbaren Konsolidierungsprozesse in der Windbranche werden sich deutlich beschleunigen. Viele Arbeitsplätze sind in Gefahr.

Nach dem Rekord in 2017 erwarten wir im Jahr 2018 ebenfalls ein noch recht hohes Installationsniveau, doch für die Jahre 2019 und 2020 sehen wir große Fragezeichen. Es kann in diesen Jahren sogar zu einem Netto-Abbau der Windenergie kommen.

Und damit nicht genug: Die Risiken, denen die Branche sich gegenüber sieht, führen in Kombination mit vielen Hindernissen anscheinend bereits dazu, dass die Projektentwicklung auf breiter Front reduziert wird. Die Bundesnetzagentur hat bei der Ausschreibung zum 1.11.2017 mitgeteilt, dass 1.362 MW genehmigte Projekte für eine Teilnahme präqualifiziert sind. Unter Berücksichtigung von Projekten aus dem Jahr 2016 und den genehmigten Projekten, die einen Zuschlag erhalten haben, ist für das gesamte Jahr 2017 nur mit Genehmigungen in der Größenordnung von 1.200 MW zu rechnen. Dies ist eine gefährliche Entwicklung, die ein deutliches positives Signal an die Windbranche erfordert, sollen die Klimaziele und der Ausbaupfad der Windenergie erreichbar bleiben und die Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Das Beispiel der Photovoltaik mahnt: Die Windenergie braucht stabile Verhältnisse und einen stetigen Ausbau und keine durch kurzfristige Veränderungen der Rahmenbedingungen verursachten Rekordzahlen.


5. Rede von Udo Paschedag (WVW)

 

Nach wie vor ist das Stromnetz die Achillesverse der Energiewende. Der von der Bundesnetzagentur gebilligte Ausbau des Übertragungsnetzes verzögert sich erheblich. Tennet hat vor diesem Hintergrund eine Anhebung oder gar Aufhebung der Ausbaudeckel für die Windenergie als netztechnisch nicht möglich bezeichnet. Tennet sieht sich insbesondere nicht in der Lage, bei Anhebung der Offshore-Ziele, diese zusätzliche Energie in das Übertragungsnetz ableiten zu können. Die Gleichstromleitung „Südlink“ komme nicht rechtzeitig und werde auch für die Offshore-Windenergie der Nordsee nicht viel bringen.

Es müssen daher bis 2025 dringend Übergangslösungen gefunden werden, damit der Ausbau der Windenergie on- und offshore weiter gehen kann. Das Ergebnispapier des dena-Stakeholder-Prozesses „Höhere Auslastung des Stromnetzes“, Stand 09.2017, bietet insoweit keine befriedigenden Lösungen für die anstehenden Netzprobleme. Zwar werden dort einige – längst bekannte – Maßnahmen aufgelistet. Das Papier, das im Wesentlichen auf die Übertragungsnetzbetreiber zurückzuführen ist, ist jedoch wenig ambitioniert. Es verschiebt technische Maßnahmen, die schon jetzt ergriffen werden könnten, weit in die Zukunft. So sollen z.B. Systemautomatisierungen erst 2030 implementiert werden, obwohl diese schon heute verfügbar sind und im Ausland längst eingesetzt werden. Selbst das Echtzeit-Temperaturmonitoring soll erst 2022 flächendeckend eingesetzt werden, obwohl Hard- und Software seit Jahren verfügbar sind. Die dringende Anpassung der Netzanschlussregelungen (Grid-Codes) wird nicht einmal erwähnt, müsste aber deutlich beschleunigt angegangen werden. Auch andere, kurzfristig zu realisierende Maßnahmen werden nicht einmal angedacht, wie z.B. der netzorientierte Einsatz von bestehenden Pumpspeicherkraftwerken. Insoweit notwendige Anpassungen gesetzlicher oder verordnungsrechtlicher Regelwerke werden nicht angesprochen. Wenn es in diesem Tempo so weiter gehe, prognostiziert Prof. Erlich von der Uni Duisburg, sei der Blackout keine Frage mehr des „Ob“ sondern nur noch des „Wann“. Sollte es zum Blackout kommen, würde das den erneuerbaren Energien angelastet, mit der Folge, dass der weitere EE-Ausbau noch stärker reglementiert und reduziert würde.

Das BMWi müsste sich selbst intensiver um die Lösung der Netzproblematik kümmern. Es ist aber bisher der Eindruck entstanden, dass das BMWi hierin keine vornehmliche ministerielle Aufgabe sieht, wenn die Arbeitsebene insoweit regelmäßig auf die Zuständigkeit der ÜNB und der BNetzA verweist.

Die BNetzA müsste sich deutlich intensiver mit den technischen Optimierungsmöglichkeiten im Bestandsnetz kümmern und diese bei den ÜNB einfordern. Ein wesentliches Handicap der BNetzA sieht Prof. Mohr in seinem Gutachten „Optimierung der Anreizregulierungsverordnung als Instrument für eine beschleunigte Netzanbindung von Windenergieanlagen auf See“, Stand 09.2016, in der von ihm identifizierten „Informationsasymmetrie“ bei der BNetzA gegenüber dem Kenntnisstand der ÜNB. Diese sog. „Informationsasymmetrie“ müsste durch verstärkte Inanspruchnahme externer Beratung überwunden werden. Nur so kann der gesetzliche Anspruch des EnWG (Optimierung vor Verstärkung vor Netzausbau und Kosteneffizienz) effektiv durchgesetzt werden.

Das System aus Stromnetzengeltverordnung und Anreizregulierungsverordnung muss schnellst möglich überarbeitet werden, damit technische Optimierungen im Bestandsnetz mehr Bedeutung bekommen und schneller implementiert werden. Zur Zeit führt das System jedoch dazu, dass die höchsten Renditen mit dem Bau neuer Stromleitungen erzielt werden. Und je höher die Investition umso höher der Unternehmensgewinn bei den ÜNB.


6. Die Abregelungspraxis von EEG-Anlagen in der Kritik

 

Abschaltungen von EEG-Anlagen und die daraus resultierenden Entschädigungen der Betreiber sind ein gängiges Argument gegen den EE-Ausbau.

Jedoch wird die Notwendigkeit dieser Abregelungen derzeit nicht ausreichend geprüft. Die Netzbetreiber liefern keine geeigneten Begründungen für angeblich vorliegende Netzengpässe. So lässt sich zeigen, dass EEG-Anlagen regelmäßig abgeschaltet werden, obwohl zu keiner Zeit Höchstwerte der Gesamteinspeisung erreicht sind. Zudem werden Abregelungen vorgenommen, obwohl der Anteil der EEG-Anlagen an der Gesamteinspeisung vergleichsweise gering ist.

Der Grund hierfür ist das Interesse der Energiekonzerne daran, ihre konventionellen Kraftwerke vorrangig einspeisen zu lassen. Die eigentlich vorgeschriebene vorrangige Einspeisung der EEG-Anlagen wird durch nachrangige Vorschriften untergraben. Etwa wird die zur Verfügung stehende Übertragungsleistung künstlich reduziert, indem erneuerbarer Strom als Anwendung der sog. „N-1 -Regelung“ in die nächst höhere Spannungsebene rückgespeist wird. Außerdem ermöglichen es Blindstromregelungen den Konzernen, ihre Kraftwerke als Anlagen zu definieren, die nicht abgeschaltet werden dürfen.

Solche nachrangigen Vorschriften, die die vorrangige Einspeisung der EE de facto verhindern, müssen korrigiert werden.

 

Für mehr Informationen geht es hier zum Artikel von Christian Meyer aus dem Magazin Sonne, Wind & Wärme (27.10.2017)

 


7. Ausschreibungspraxis: BNetzA erhöht den Höchstwert für Windenergie an Land

 

Da zu den beiden Gebotsterminen am 01.02. und 01.05.2018, anders als bisher, nur noch bereits genehmigte Projekte zugelassen sind und zudem nun für alle Projekte eine einheitliche Realisierungsfrist von 30 Monaten gilt, hat die Bundesnetzagentur den Höchstzuschlagswert auf 6,3 ct/kWh festgesetzt.

Die bisher speziell für Bürgerenergiegesellschaften geltenden Vorteile, bei ihren Geboten auf niedrigere Strom- und Anlagenpreise spekulieren zu können, gehören damit der Vergangenheit an. Da sich der jeweils geltende Höchstwert jedoch aus dem Durchschnitt der Grenzgebotswerte der letzten drei Ausschreibungsrunden (zzgl. eines Aufschlags von 8 %) errechnet, war diese Erhöhung durch die BNetzA dringend nötig. Denn der auf dem üblichen Wege errechnete Höchstwert wäre wohl auf unter 5 ct/kWh gesunken.

Unter den geänderten Ausschreibungsbedingungen sind derart niedrige Gebote aber kaum mehr realisierbar.

Durch die Korrektur der BNetzA scheint ein „Fadenriss“ beim Ausbau der Windenergie also zunächst abgewendet.

 

Für mehr Informationen geht es hier zur Pressemeldung der Bundesnetzagentur (30.11.2017)

 


8. Unternehmensvorstellung

Windwärts Energie GmbH. Ein Unternehmen der MVV Energie Gruppe

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung zählt Windwärts zu den Pionieren der Windenergiebranche und trägt heute als Teil der MVV Energie Gruppe maßgeblich zum Umbau des Energiesystems bei. Die Geschäftsführer sind Björn Wenzlaff und Lothar Schulze, Mitbegründer des Unternehmens und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des WVW.

 

Erfahrung in der Windenergie an Land

Geschäftsfelder sind die Projektentwicklung, Finanzierung und Realisierung sowie die technische und kaufmännische Betriebsführung von Windenergieanlagen an Land in Deutschland und Frankreich. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Bau- und Planungsleistungen (EPC), das Repowering von Projekten sowie Kooperationen für Bürgerenergiegesellschaften und andere Akteure. Der Fokus in Deutschland liegt auf Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Windwärts hat bis heute 170 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 318 Megawatt ans Netz gebracht. Die Betriebsführung kümmert sich um eine Gesamtleistung von 547 MW und sorgt für bestmögliche Ergebnisse.

 

Kompetenz und Leidenschaft für die Energiewende

Windwärts versteht sein Handwerk, von der Suche nach geeigneten Flächen über die Planung und das Genehmigungsverfahren, die Finanzierung und Realisierung der Windparks bis zur kaufmännischen und technischen Betriebsführung über die gesamte Laufzeit der Anlagen. Die Kompetenz der 95 Mitarbeiter in all diesen Fragen ist ebenso ein zentrales Merkmal der Arbeit von Windwärts wie Sorgfalt und Liebe zum Detail. Sie hilft, Risiken einzuschätzen und die Hürden im komplexen Genehmigungsverfahren aus dem Weg zu räumen. Dabei haben die Mitarbeiter immer ein Ziel vor Augen, aus dem sich ihre Motivation und ihr Engagement speisen: Sie wollen die Energiewende umsetzen, ganz konkret und vor Ort.

 

Stark in der Umsetzung

Von dieser Erfahrung und Motivation profitieren Flächeneigentümer, Kommunen und Investoren ebenso wie Stadtwerke und Energieversorger, für die Windwärts Windenergieanlagen plant und errichtet. Seit 2014 gehört Windwärts zur MVV Energie Gruppe, und ist damit Teil eines der führenden deutschen Energieunternehmen.

 


WVW Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V.

 

Geschäftsstelle Cuxhaven
Baudirektor-Hahn-Str. 20
D-27472 Cuxhaven

Telefon 04721-6677-243 
Telefax 04721-6677-251 
E-Mail info@wvwindkraft.de 

 

Vertretungsberechtigt ist der Vorstand
Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. ist eingetragen im Vereinsregister
beim Amtsgericht Hannover unter der Nummer VR 7163.

Verantwortlich für den Inhalt (ViSdP):
Text: Dr. Wolfgang von Geldern

 

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