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Chen Reiss (c) Paul Marc Mitchell

FESTIVAL AT HOME

Folge 10 mit #Chen Reiss

Sehr geehrte Damen und Herren,

Chen Reiss ist eine ungewöhnliche Frau und hat eine unverwechselbare Stimme. Ihr Timbre ist wunderbar und ihre Technik großartig. Schon früh hat sich die israelische Sopranistin für ein breites Werk interessiert und spielte neben dem klassischen Repertoire 2006 mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle den Soundtrack zu Tom Tykwers Film „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“ ein. Basierend auf Patrick Süskinds Roman gehörte der Film zu den 20 erfolgreichsten deutschen Filmen und bekam unter anderem den Europäischen Filmpreis für die Beste Filmmusik. Umwerfend melancholisch singt sie den Song "Meeting Laura" - träumen Sie einen kurzen Moment und klicken Sie hier. An Heiligabend 2014 sang Chen Reiss in der Mitternachtsmesse auf Wunsch von Papst Franziskus das „Et incarnatus est“ aus Mozarts Großer Messe in c-Moll und sagte später, das war das Highlight ihres Lebens: „Der Papst kniet und betet, während ich singe – was kann heiliger sein?" - hören Sie hier (ab 5:10 min.). Kurz vor der Corona-Krise hat sie als Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper noch eine CD mit raren Arien von Beethoven herausbringen können. Beim Richard-Strauss-Festival sollte Chen Reiss im KLASSIK OPEN AIR II im Kloster Ettal singen und den MEISTERKURS GESANG leiten. Wie diese vielseitige Künstlerin die Corona-Zeit nutzt, lesen Sie unten.

Wir wünschen Ihnen eine abwechslungsreiche Woche! 

Ganz herzlich

Ihre

Dietlinde Behncke und das Festivalteam

Was war Ihr schönster Moment in den letzten 10 Wochen?

Eindeutig während des Mozart-Konzerts von Daniel Barenboim und den Wiener Philharmonikern am 7. Juni im Wiener Musikverein. Endlich konnte ich wieder Musik im Konzertsaal hören, der wunderschöne Klang von Orchester und Pianist rührte mich zu Tränen! 

Konnten Sie/ können Sie die Corona-Krise nutzen?

Ich habe die „Zwangspause“ als durchaus produktiv wahrgenommen: Einerseits habe ich viele Stücke studiert und mein Repertoire erweitert - unter anderem die "Vier letzten Lieder", die ich eigentlich beim Strauss-Festival singen sollte, -andererseits konnte ich viel zusammenhängende Zeit mit meinen Kindern verbringen, eine Herausforderung, aber auch große Freude.

Was macht Sie optimistisch?

Die Schönheit und Regenerationsfähigkeit der Natur macht mich optimistisch. Das Lächeln meiner Kinder gibt mir Kraft und Zuversicht. Meditation und Yoga haben mir sehr geholfen, mich körperlich und geistig fit zu halten. Die Krise hat auch dazu beigetragen, herauszufinden, was man unbedingt braucht und worauf man eher verzichten kann.

Haben die Corona-Beschränkungen etwas Gutes, z.B. im Sinne des Leitbildes des Richard-Strauss-Festivals HUMANITAS.MENSCH?

Ich sehe insofern etwas Gutes in den Beschränkungen, dass sie in weiten Teilen der Gesellschaft eine zumindest temporäre Entschleunigung herbeigeführt haben und viele Menschen so Zeit bekommen haben, um innezuhalten und den Alltag zu reflektieren. Vieles nimmt man jetzt anders wahr, man schätzt den gesellschaftlichen und familiären Zusammenhalt wieder mehr, gibt ihm einen größeren Stellenwert und ich glaube, das hat durchaus etwas Positives!

Was ist Ihr Motto?

Meine Großmutter sagte immer, das Glas ist immer halb voll. Ich habe das von ihr übernommen und man lebt mit einer optimistischen Lebenseinstellung eindeutig leichter.


Richard-Strauss-Festival

Dietlinde Behncke (Behncke Communications)

Schnitzschulstraße 19
82467 Garmisch-Partenkirchen
Germany

08821 910-5950
rsf@gapa.de

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