Nicole Ludwig (Bündnis 90/ Die Grünen) – 17. Newsletter // Juli 2020 Diese Mail im Browser anschauen
Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem Sommer ist Berlin in eine neue Phase der Lockerungen eingetreten. Die Kontaktbeschränkungen sind seit Ende Juni aufgehoben – die Verordnung ist nun deutlich schlanker gestaltet und umfasst nur noch zwölf Regelungen. Auf der Straße erinnert das öffentliche Leben dabei deutlich weniger an die Pandemie als noch vor drei Monaten. Eigenverantwortung ist das Wort der Stunde, auch wenn in Berlin Abstandsregeln und Maskenpflicht Bestand haben werden, wie Ramona Pop betont.

„Gut so!“, sage ich, denn Corona kennt keine Sommerpause und die Eindämmung muss weiterhin unsere oberste Priorität bleiben. Daher fĂĽhre ich meine wöchentliche Sprechstunde auch in der sitzungsfreien Zeit fort. Was können wir aus Corona lernen? Neben der direkten Hilfe fĂĽr Betroffene treibt diese Frage mich und viele Besucher*innen meiner Sprechstunde Zusehens um. 

Daher frage ich Sie direkt: Was sind Ihre Erfahrungen und Learnings aus einem Quartal Corona? Ich freue mich auf Ihren Beitrag und lade herzlich zur heutigen Videokonferenz ein: Wie immer Mittwoch, 17 Uhr, online unter www.nicole-ludwig.de

Die Sprechstunde beginnt in...
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AuĂźerdem in diesem Newsletter

  • Zu Besuch bei Berlins GrĂĽner Modeszene
  • Auch in der Wilmersdorfer StraĂźe: Karstadt-Filiale vor dem Aus
  • Anwohner*innen und GrĂĽne fordern: Integrierter Masterplan fĂĽr das Dreieck Funkturm!

Ebenfalls online ist inzwischen auch die offizielle Corona-Warn-App, welche ein dezentrales Contact-Tracing und damit die RĂĽckverfolgung von Infektionsketten ermöglicht. An der Umsetzung hat selbst der Chaos Computer Club wenig zu beanstanden, was die Organisation selbst verwundert hat (aber sehen Sie hier selbst). Ăśber 15 Millionen Downloads verzeichnet das RKI nach 3 Wochen – heruntergeladen werden kann sie fĂĽr [iOS] und [Android].

Wir sehen uns am Mittwoch! 
Bis dahin alles Gute und bleiben Sie gesund.

Ihre
Nicole Ludwig

FASHION WALK STATT FASHION WEEK
Zu Besuch bei Berlins nachhaltiger Mode-Szene

Frei nach dem Motto „Fashion walk statt Fashion Week“ fĂĽhrte die Green Fashion Tour mich und meine Fraktions-Kolleg*innen durch Mitte. Anders als noch vor einigen Jahren können sich inzwischen auch nachhaltig arbeitende Labels Mitte-Mieten leisten.

Unsere Gespräche während der Tour u.a. mit Freitag, ECOALF und Wunderwerk haben deutlich gemacht, dass Labels und Handel dringend weitere UnterstĂĽtzung benötigen. Denn die sitzen jetzt auf ihren Sommer-Kollektionen und die nächste steht schon vor der TĂĽr. Ă„hnlich wie im Bereich der Filmproduktion fordern wir daher einen Fonds zur Zwischenfinanzierung – akut im Rahmen des Konjunkturpakets und auch als dauerhafte Einrichtung zur Sicherung des Modestandorts Berlin.

Das Potential ist in der Stadt – allerdings fehlt es an Sichtbarkeit, stetiger Kooperation und damit langfristigem wirtschaftlichen Erfolg. Fashion Week, Fashion Hub und Green Fashion aus Berlin benötigen jetzt schnell ein Konzept, um Berlin international als DEN Standort fĂĽr innovative und nachhaltig produzierte Mode zu positionieren. 

Wesentliche Bestandteile davon sind...

  1. Ein zentrales „Haus der Mode“, wo sich Designer mit Einkäufern treffen aber sie ihre Ware auch einem breiten Publikum präsentieren können.
  2. Eine Working Area nah an einer Hochschule, für gemeinsamen Einkauf, Produktion, Nutzung gemeinsamer Ressourcen, interdisziplinären Austausch und Vermarktung
  3. Eine grundlegende Neukonzeption der Fashion Week (digital und analog) mit dem Ziel, mehr Berliner Labels den Zugang zu internationalen Märkten zu verschaffen.

Viele gute Konzepte liegen bereits in den Schubladen. Jetzt gilt es, diese gemeinsam mit den Akteuren der Stadt zu diskutieren, zĂĽgig als Gesamtkonzept umzusetzen und Berlin als Green Fashion Hauptstadt international zu positionieren.

Mehr beim Tagesspiegel
GALERIA KARSTADT KAUFHOF VOR DEM AUS
Wie es mit der Wilmersdorfer Karstadt-Filiale weitergeht

Mitte Juni war bekannt geworden, dass die Kaufhauskette Galeria Karstadt-Kaufhof sechs ihrer elf Berliner Häuser schlieĂźen wolle. Darunter auch das traditionsreiche Geschäft in der Wilmersdorfer StraĂźe, dessen Anfänge 120 Jahre zurĂĽck reichen. Nun fĂĽrchten 250 Beschäftigten um ihre Anstellung und der Kiez um ein groĂźes StĂĽck Geschichte. FĂĽr viele Charlottenburger*innen ist das Warenhaus eine feste Anlaufstelle in der FuĂźgängerzone, fĂĽr umliegende Geschäfte ein wichtiger Kundenmagnet. Darum setze ich mich mit meinen Kolleg*innen aus Fraktion und Senat fĂĽr den Erhalt unseres Kaufhauses ein. Gemeinsam mit dem Betriebsrat, der GeschäftsfĂĽhrung und dem Vermieter wurden bereits einige Gespräche gefĂĽhrt, um eine gemeinschaftliche Lösung fĂĽr den Weiterbetrieb zu finden.

Daher bin ich vorsichtig optimistisch, dass wir dieses StĂĽck Kiezkultur erhalten können – auch wenn das die Probleme des stationären Handels nicht löst. Das Modell Kaufhaus benötigt ein Zukunftskonzept. FĂĽr mich zählt neben der BerĂĽcksichtigung regionaler KundenwĂĽnsche und neuem Einkaufsverhalten auch die kluge VerknĂĽpfung von Online- und Offlinehandel dazu. Ebenso eine Mischnutzung wie in vielen Markthallen mit klarem Servicekonzept auch bei kleineren Händlern. Das Ziel ist klar: Ein vielfältiger Einzehandel mit regionalem Einschlag als starkes Gegengewicht zum Online-Shopping. Um das zu Erreichen braucht es mutige Ideen, aber auch Orte, um diese Umzusetzen. Unser Charlottenburger Kaufhaus sollte einer davon sein.

ZU DEN PLANUNGEN AM AUTOBAHNDREIECK
Anwohner*innen und GrĂĽne fordern: Integrierter Masterplan fĂĽr das Dreieck Funkturm!

Eine „Variante für die Stadt!“ – das forderten rund 180 Menschen Anfang Juni und unterstrichen damit die politische Forderungen nach einem stadtverträglichem Umbau des Autobahndreiecks Funkturm. Gemeinsam hatten die Nachbarschaftsinitiative Alt-Westend und das Kiezbündnis Klausenerplatz zu der Demonstration aufgerufen.

Dort forderten Nicole Ludwig und die GrĂĽne BVV-Fraktion einen stadtentwicklungspolitischen Masterplan fĂĽr das ganze Gebiet entlang der Autobahn (>> mehr dazu hier):

„Punktuelle Veränderungen lösen keine strukturellen Probleme. Wir brauchen endlich einen verkehrsplanerischen Masterplan als gesamtstädtisches Konzept, das auch die Rudolf-Wisell-Brücke oder die Machbarkeitsstudie zum Autobahn-Deckel berücksichtigt. Aber: Unser erklärtes Ziel ist es, weniger Verkehr in die Stadt zu tragen und stattdessen Alternativen wie Bahn, Bus und Rad zu fördern!“, erklärte Nicole Ludwig.

In einem ersten Schritt ist die BerĂĽcksichtigung des Alternativvorschlags des Berzirksamtes notwendig, welcher die Beibehaltung der direkten bestehenden Aus- und Einfahrten beinhaltet. Die BVV hatte in ihrer Stellungnahme diese Alternativplanung des Bezirksamtes einstimmig favorisiert. Nun ist die Deges gefordert, auf den breiten Protest einzugehen.

Nicole Ludwig Nicole Ludwig
@LudwigNicole
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Aus dem Newsletter meines Lieblingsweinhändlers zur #MwSt Senkung: "Wir haben uns entschlossen nicht das ganze Sort… https://t.co/G96cfnunQj

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TERMINE
Juli 2020
Trotz erster Lockerungen finden viele Präsenzveranstaltungen nach wie vor nicht statt.

Viele Formate wurden jedoch ins Internet verlegt. Eine Ăśbersicht ĂĽber spannende Webinare & Co finden Sie hier:

WEBINAR: Antisemitische Verschwörungstheorien während der Corona-Pandemie
09.07.2020, 18:30 Uhr
Online-Veranstaltung | Anmeldung
 

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Auswirkungen von COVID-19 fĂĽr unser Kultur- und Bildungsnetzwerk
10.07.2020, 15:00 Uhr
Online-Veranstaltung | Anmeldung

AG Umwelt und Klimaschutz
14.07.2020, 17:00 Uhr
https://gruene-cw.de/termine/cal/event//tx_cal_phpicalendar/2020/07/14/ag_umwelt_und_klimaschutz-15/

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Online: Corona-Sprechstunde mit Nicole Ludwig
15.07.2020, 17.00 Uhr
https://www.nicole-ludwig.de/corona

Verwendete Bilder in Reihenfolge
Titelbild: Unsplash
Mode: Eigene Darstellung, Roland Prejawa

Karstadt: Sebastian Rieger CC 2.0


Funkturm: GrĂĽne CW
Sprechstunde:  Eigene Darstellung

Fraktion BĂĽndnis 90/Die GrĂĽnen

Nicole Ludwig, MdA
GrĂĽne Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin

Niederkirchnerstr. 5, Berlin
Germany

030-23 25 24 76
buero.ludwig@gruene-fraktion-berlin.de

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