30. August 2018
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Liebe Leserinnen und Leser

Bald ist Rosch Haschana und unsere Gedanken kreisen um die Wünsche und Hoffnungen für das beginnende Jahr. Diese betreffen auch die demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien des Staates Israel.

Dank Ihrer Spenden fördert der NIF mit einem wirksamen Netzwerk aus Organisationen in Israel den Aufbau guter Beziehungen zwischen allen israelischen Bürgerinnen und Bürgern, die Stärkung der demokratischen israelischen Identität und die Übernahme einer kollektiven Verantwortung für die Geschwächten in der Gesellschaft.

Gemeinsam setzen wir unser Engagement für Gerechtigkeit, Demokratie und Gleichheit für alle, die in Israel leben, fort.

Wir wünschen Ihnen schöne und gehaltvolle Feiertage und eine gutes Neues Jahr 5779. Danke für Ihre Unterstützung.

שנה טובה וגמר חתימה טובה

Ihre NIF NEWS Redaktion

Nationalstaats-Gesetz: Kritik von vielen Seiten

Das Nationalstaats-Gesetz, welches Ende Juli von der Knesset gutgeheissen wurde und Israel als „Nationalstaat des jüdischen Volkes“ bezeichnet, hat in den letzten Wochen zu zwei Grosskundgebungen in Tel Aviv mit jeweils mehreren Zehntausend Personen und zahlreichen kritischen Stellungnahmen geführt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nahm dies zum Anlass für direkte Angriffe auf den NIF. Die Zeitung „Haaretz“ interpretierte dies als Versuch, die Legitimität und Authentizität namentlich der protestierenden Drusen zu unterminieren. Diese Volksgruppe werde als „Herde von Verrückten“ dargestellt, welche sich von „internen Feinden“ manipulieren lasse. Inzwischen hat sich Staatpräsident Reuven Rivlin ebenso vom neuen Gesetz distanziert wie Roland Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses oder die Schriftsteller Amos Oz und David Grossmann. Viel Beachtung fand zudem der Protest von 40 ehemaligen israelischen Botschaftern und hochrangigen Diplomaten.

Reaktionen auf Netanjahus wiederholte Angriffe auf NIF

Allein in der vergangenen Woche sahen wir zwei prominente IDF-Generäle a.D., die sich öffentlich gegen die Angriffe Netanjahus aussprachen. Ihre Botschaft ist einfach: Ein Angriff auf den NIF ist ein Angriff auf die israelische Gesellschaft.

Ehud Barak, ehemaliger Premierminister, schrieb auf Twitter: "Er (Netanjahu) hetzt öffentlich gegen den Bürger Mickey Gitzin, Geheimdienstoffizier (a.D.), der nie für irgendetwas verdächtigt wurde und CEO des New Israel Fund ist, der unter anderem Millionen in Aktivitäten von Netanjahus Ministerien einbringt".

Amram Mitzna, ehemaliger Vorsitzender der Arbeitspartei und Stadtpräsident von Haifa, erklärte im Radio warum er gerade an den NIF gespendet hat: "Ich beobachte den NIF seit vielen Jahren und respektiere seine Arbeit sehr. Die Angriffe der letzten Wochen und Monate gegen den NIF und sein Engagement haben mich gestört. Ich beschloss, etwas zu tun und nicht nur die Arbeit des NIF aus der Ferne zu bewundern, sondern auch zu spenden und der Öffentlichkeit zu zeigen, was ich vom NIF halte.

Eine lebendige, dynamische, kritische Zivilgesellschaft ist die Seele jeder normativen, liberalen und humanistischen Gesellschaft. Eine aktive Zivilgesellschaft ist der einzigartige Geist, der für jede lebendige und belastbare Gesellschaft unerlässlich ist. Der NIF steht seit Jahren an der Seite von Organisationen, die zusammen die israelische Zivilgesellschaft bilden".

Der NIF ist seit bald 40 Jahren die führende Organisation in Israel, die sich für Gleichberechtigung und Demokratie einsetzt 

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2. September in Zürich: Schweizer Juden und Israel – Solidarität und Kritik

Für die meisten Juden in der Schweiz ist das Verhältnis zu Israel seit der Kindheit fester Bestandteil ihrer ganz verschiedenartigen Sozialisierung und ihrer Religion. Neben ihrer Identität als Schweizer fühlen sie sich auch dem Staate Israel verbunden. Die politische Entwicklung in Israel erschwert aber die Solidarität, z.B. was Rechtsstaatlichkeit und Bürgerrechte angeht –  Werte, die in der Schweiz selbstverständlich sind.

Drei Persönlichkeiten – NIF Vorstandmitglied Marc Bär, NIF Vorstandmitglied Rachel Halpern und Dr. Dana Landau berichten über die Einflüsse und Ereignisse, durch die sich ihre Einstellung zu Israel entwickelt hat. Moderation: Michael Guggenheimer.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Woche der jüdischen Kultur Zürich statt. Weitere Infos finden Sie hier: kulturstrudel.ch

Wann:
Sonntag, 2. September 2018

15.15 Uhr bis 16.45 Uhr Ort:
Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich

Eintritt:
Freier Eintritt

Diesjähriger Jerusalem Pride March verurteilt auch das Nationalstaats-Gesetz

Der 17. Jerusalem Pride March war dieses Jahr nicht nur ein Akt der Solidarität mit der israelischen LGBTQ-Gemeinde und Ausdruck des Protestes gegen den Regierungsbeschluss, der auf diskriminierende Art einzig schwulen Paaren das Recht auf Leihmutterschaft abspricht. Die über 20‘000 Teilnehmenden marschierten Ende Juli in Jerusalem auch gegen das neue Nationalstaats-Gesetz. In einem Facebook-Video vom Anlass verurteilt Mickey Gitzin, NIF Direktor in Israel, die Politik der aktuellen Regierung, die trennt statt zu vereinen. „Wenn nicht alle gleich behandelt werden, ist niemand gleichwertig. Rassismus und Diskriminierung sind ansteckende Krankheiten, die ignorieren, dass beispielsweise Gleichberechtigung für Homosexuelle auch Gleichberechtigung für Araber bedeutet.“

Wir empfehlen

Israels Staatsfeind Nr. 1 oder der Poster-Boy des Zionismus?

Sein Name ist Mickey Gitzin und von der Art, wie Netanjahu ihn verfolgt hat, könnte man meinen, er sei der Teufel in Person.

Judy Maltz, 23. August 2018, Haaretz

Lesen Sie hier die Reportage

Israel, This Is Not Who We Are

Ronald Lauder, Präsident des jüdischen Weltkongresses: "Bedauerlicherweise wird die neue Politik Israel nicht stärken, sondern schwächen und langfristig den sozialen Zusammenhalt, den wirtschaftlichen Erfolg und das internationale Ansehen Israels gefährden".

Ronald S. Lauder, 13. August 2018, New York Times

Lesen Sie hier den Artikel (Englisch)

 

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Jaron Bernstein Präsident, NIF Schweiz
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Patronatskomitee

Prof. Dr. René Bloch, Bern  
Dr. Ruth Dreifuss, Genève
Dr. Esther Girsberger, Zürich
Prof. Dr. Laurent Goetschel, Basel
Prof. Dr. Daniel Jositsch, Zürich
Dr. Claudia Kaufmann, Zürich
Dr. Georg Krayer, Basel
Prof. Dr. Georg Kreis, Basel
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Dr. Ralph Lewin, Basel
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Dr. Vera Rottenberg, Zollikon

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Martin Mürner

Ortskomitee Zürich

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Felix Rasumowsky
Samuel Rom
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© NIF Newsletter 30. August 2018.

Redaktion: Rachel Halpern und Jaron Bernstein.

Beiträge: Peter Abelin, Jaron Bernstein und Rachel Halpern

Sollten Sie unsere NIF NEWS mehrfach erhalten, sind wir um eine Rückmeldung dankbar, sodass wir die unerwünschten Adressen aus dem Verteiler nehmen können.

Haben Sie Bekannte, die am NIF interessiert sein könnten – wir nehmen sie gerne in unseren Verteiler auf.

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