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Die Welt gerechter und friedlicher zu machen, das war das Ziel von Papst Franziskus. So faszinierend und utopisch diese Zielsetzung vor knapp Jahren erschien, so kontrovers wurde nach seinem Tod Bilanz gezogen. Darum geht es hier nicht. Ich habe ein paar Taten und Aussagen des verstorbenen Papstes zum Anlass genommen, hier im Sinne der Selbstreflexion sich selbst Gedanken zu machen.
«Guten Abend!»
In seiner allerersten Ansprache an das Volk verzichtete der neu gewählte Papst auf Religiöses, sondern begrüsste mit einem einfachen «Buona Sera». Das könnte verstanden werden als Bekenntnis zur Empathie. Es mag kein Zufall sein, dass einer der wichtigsten Grundsätze für Psychotherapeuten in der heutigen Zeit die Empathie ist. Mitfühlend das wünschen, was man selber möchte: «einen guten Abend». Wo kann ich heute in aller Einfachheit empathisch wirken?
Barmherzigkeit
«Es ist das Schönste, was wir fühlen können: Es verändert die Welt. Ein bisschen Barmherzigkeit macht die Welt weniger kalt und gerechter.» Über die Barmherzigkeit spricht Franziskus kurz nach seiner Wahl. Ich verstehe diese Aussage im Kontext so, dass die Menschlichkeit stärker gewichtet wird als Ideologien oder Dogmen. Meine Frage dazu: Wo kann ich dazu beitragen, dass in meinem Umfeld für entscheidende Momente eher die Menschlichkeit statt Ideologien und Dogmen zählen?
Einfachheit
Nach den verheerenden Erdbeben auf den Philippinen besuchte Franziskus das krisengeschüttelte Land. «Und so vergeuden wir unsere gottgegebenen Geschenke, indem wir uns mit Schnickschnack beschäftigen.» Wo kann ich heute dazu beitragen, dass weniger Schnickschnack zugunsten mehr Klarheit und Einfachheit gilt?
Ich wünsche Ihnen heute und überhaupt immer wieder mal Zeit zum Nachdenken!
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