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Liebe Mitglieder,

dieser erste „Newsletter“ des WVW knüpft an die Tradition unserer Gründungszeit an, als wir noch auf herkömmlichem Postwege unsere Mitglieder regelmäßig informiert haben. Inzwischen haben sich durch das Internet die Möglichkeiten verändert. Ab sofort werden wir Sie über unsere Internetseite hinaus zusätzlich mit dem „Newsletter“ mehrmals jährlich über unsere Überlegungen und die Aktivitäten des Vorstandes informieren und dazu einladen, eigene Diskussionsbeiträge beizusteuern. In unserem „Newsletter“ stellen wir auch verbandsinterne Aktivitäten und Veränderungen vor und geben Gelegenheit für Selbstporträts von Mitgliedsunternehmen.

 

In diesen Wochen verzeichnen wir erfreulicherweise mehrere Neueintritte in den WVW. Vielleicht empfinden auch Sie, dass unsere Sache, die der Windkraft, der Erneuerbaren Energien, der Energiewende in Zeiten des Zweifels und des Umbruchs weiterer Unterstützung bedarf. Melden Sie eigene Projekte bitte neu an und sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über den Beitritt zum WVW. Die Beitragsordnung des WVW finden Sie hier http://www.wvwindkraft.de/mitglied-werden/beitragsordnung/.

 

Ich habe, von Vorstandsmitgliedern unterstützt, in den letzten Wochen mit unserer Bundeskanzlerin, CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder MdB, CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber MdB, Kanzleramtsminister Peter Altmaier MdB, Thomas Bareiß MdB, Dr. Georg Nüßlein MdB u.a. Begegnungen und Gespräche gehabt mit dem Ziel, die Energiewende nicht zu „entschleunigen“, sondern in der gebotenen, angemessenen Entwicklung zu halten, Verwerfungen zu vermeiden und ein Beispiel für die Welt zu geben, dass es geht. Die Reaktionen bei allen Gesprächen waren freundlich und aufmerksam. Es  wird erkannt, auch bei der CDU (natürlich mit altbekannten Ausnahmen, wie Fuchs und  Pfeiffer oder jüngst den Trump-Freunden aus Berlin,  Lengsfeld und Pantel), dass den Erneuerbaren Energien die Zukunft gehört. Dies entspricht meiner Ansicht nach auch  der Erwartung des ganz überwiegenden Teils der eigenen, nicht nur jüngeren Wählerschaft. Rücksichtnahmen auf regionale Kohleinteressen und generell auf die Strompreisentwicklung sind neben falschen Vorstellungen von den Netzengpässen wichtige Gesprächsthemen, bei denen wir überzeugen müssen. Dass der Maßstab „EEG-Umlage“ in die Irre führt, hat die Bundeskanzlerin jüngst öffentlich erklärt, wir haben diese Aussage bei dem CDU-Generalsekretär noch vertieft. Die politische Lage und das Umfeld bleiben vermutlich schwierig; eine grüne Beteiligung an der nächsten Bundesregierung ist zurzeit nicht in Sicht. Ich denke aber, jedes Gespräch, das wir geführt haben und weiterhin führen werden, vor und nach der Bundestagswahl und auf höchstem Niveau, ist hilfreich.

 

Die Reaktionen auf Trumps Absicht, das Pariser Abkommen für die USA zu kündigen, zeigen weltweit in welch gutem Umfeld wir uns hier bewegen.

 

Zurzeit läuft die letzte planmäßige Sitzungswoche der 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages.

Dabei ist inzwischen abzusehen, dass es für die Windkraft onshore noch eine wichtige Änderung bezüglich der Bürgerwindparks geben wird, und zwar in Richtung auf die vom Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) immer geforderte Voraussetzung der BImSchG-Genehmigung vor der Bewerbung im Ausschreibungsverfahren. Da das Gesetz noch nicht verabschiedet ist, werden wir Sie nachträglich über Einzelheiten informieren.

Die Neuwahl des Bundestages findet am 24. September 2017 statt. Sobald wie möglich und nötig werden Sie durch den nächsten Newsletter auf dem Laufenden gehalten.

 

Wir wollen diesen ersten neuen Newsletter nicht überfrachten. Weitere werden ja folgen. Aber lesen Sie diesen erst einmal und äußern Sie Ihre Meinung, wenn Sie wollen.

 

Bild Dr Wolfgang von Geldern

Ihr Dr. Wolfgang von Geldern

-Vorsitzender des Vorstandes-

 

 

 

Inhaltsübersicht

 

1. Netzengpässe gefährden die Energiewende

2. Bewertung der ersten Ausschreibungen nach EEG 2017

3. Internes

4. Unternehmensvorstellung: Energiekontor

5. Ausblick auf den nächsten Newsletter

 

 

 


1. Netzengpässe gefährden die Energiewende

Es ist unstrittig, dass der für die Energiewende erforderliche Ausbau des Stromnetzes zu langsam voranschreitet. Das bestehende Netz muss daher immer wieder entlastet werden, um andernfalls drohende Überlastungen und Stromausfälle zu verhindern. Diese Entlastung wird derzeit allein dadurch erreicht, dass EE-Anlagen oder Teile des fossilen Kraftwerkparks vom Netz genommen werden. Die Kosten solcher Entlastungsmaßnahmen erhöhen aber die Strompreise.

Um steigenden Strompreisen entgegenzuwirken, will die Bundesregierung die Entlastungsmaßnahmen reduzieren, indem sie den Ausbau der erneuerbaren Energien beschränkt.

Dahinter steht allerdings die Annahme, dass allein der Ausbau der erneuerbaren Energien für die Netzüberlastung verantwortlich sei. Das ist nachweislich falsch! Auch der fossile Kraftwerkspark und vor allem der internationale Stromhandel sind dafür verantwortlich und sollten ihren Teil zur Netzentlastung beitragen. Der WVW setzt sich dafür ein, dass die Politik diese Ursachen erkennt.

Außerdem sind die Kosten der Netzentlastungsmaßnahmen für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie keineswegs so hoch, dass sie eine derartige Beschränkung des Ausbaus der erneuerbaren Energien rechtfertigen. Auch in den nächsten Jahren ist dies nicht zu erwarten.

Darüber hinaus ließen sich die Kosten für die Netzentlastung fast vollständig einsparen, würde man das vorhandene Netz besser nutzen, statt ausschließlich auf Anlagenabschaltung zu setzen. Hierfür schlägt der WVW einige kurzfristig umsetzbare Maßnahmen vor, die schon dem gegenwärtigen Stand der Technik entsprechen:

 

  • Einführung von SPS-Systemautomatiken, die in Echtzeit die Netzbelastung messen und es ermöglichen, Anlagen zeitnah und nur dann abzuschalten, wenn das Netz wirklich überlastet wird. Diese Technik ist bei vielen ausländischen Netzbetreibern bereits Standard. Nur in Deutschland betreibt man stattdessen eine prophylaktische Abschaltung der Anlagen aufgrund statischer Berechnungen, die mit den realen Belastungen nichts zu tun haben. Dadurch bleibt ein großer Teil der Netzkapazität ungenutzt und Anlagen werden ohne Not vom Netz genommen.

 

  • Mehr Hybridleitungen im vermaschten Übertragungsnetz. Dazu wird das zweite auf dem Mast liegende Drehstromsystem mit Gleichstrom betrieben. Dies wird zum Teil bereits umgesetzt und erhöht die Übertragungskapazität erheblich.

 

  • Sektorenkoppelung jetzt in Angriff nehmen: Windstrom, der nicht ins Netz eingespeist werden kann, im Wärme- und Mobilitätsbereich einsetzen. Dazu gehören auch Anreizregelungen für die Wasserstoffproduktion an Netzengpassstellen.

 

  • Vorhandene Pumpspeicherkraftwerke auch zur Netzentlastung einsetzen, statt allein nach Preissignal zu fahren.

 

  • Anreizregelungen für gesicherte Leistung durch EE-Kombikraftwerke schaffen.

 

  • Überarbeitung der Grid-Codes. Die durch die HGÜ-Systeme verursachte Überspannungsproblematik („harmonische Instabilität“) muss dringend gelöst werden.

 

Sollte es innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht gelingen, diese kurzfristigen Maßnahmen zur Überwindung der Netzengpässe im vorhandenen Netz umzusetzen, gerät die Energiewende in Gefahr und es drohen neue Diskussionen um die Verlängerung der Laufzeiten der AKW. Dann ist auch der „Blackout“ nicht mehr eine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann. Die Netze bleiben die Achillesverse der Energiewende – immer noch.

 

Mehr Informationen und Quellenangaben finden Sie in dem Beitrag von Udo Paschedag

 


2. Bewertung der ersten Ausschreibungen nach EEG 2017

Der WVW hat lange gegen die Einführung von Ausschreibungen gekämpft, weil die Festlegung der auszuschreibenden Mengen auf 2800 – 2900 MW brutto eine deutliche Beschränkung des Ausbaus der Windenergie bedeutet. Leider war dieser Kampf vorerst erfolglos und die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde liegen nun vor.

Sowohl bei Geboten, als auch bei Zuschlägen zeigt sich eine klare Dominanz von Bürgerenergieprojekten. Der Grund hierfür sind einige entscheidende Wettbewerbsvorteile, die Bürgerenergieprojekte gegenüber „normalen“ Projektierern genießen. Bürgerenergieakteure haben zwei Jahre länger Zeit, ihr Projekt in Betrieb zu nehmen. Sie können daher auf fallende Anlagenpreise spekulieren und niedrigere Gebote abgeben. Zudem können Bürgerenergieprojekte ohne vorhandene immissionsschutzrechtliche Genehmigung Zuschläge erhalten. Gegen diese Wettbewerbsverzerrung macht sich der WVW stark und fordert, bei Bürgerenergieprojekten die gleichen Anforderungen für die Teilnahme an den Ausschreibungen zu stellen. Die Frist bis zur Realisierung der Projekte muss ebenfalls identisch sein. Bürgerenergieakteure hätten auch dann noch Wettbewerbsvorteile in Form der geringeren finanziellen Anforderung an die Gebotsabgabe und erhalten den Höchstzuschlagswert.

Der WVW fordert außerdem, die Zuschlagsmenge der letztlich nicht realisierten Bürgerenergieprojekte zur jeweils nächsten Ausschreibungsrunde zu addieren. Denn es ist damit zu rechnen, dass viele bezuschlagte, aber zuvor immissionsrechtlich nicht genehmigte Projekte letztlich gar nicht umgesetzt werden können.

Daneben macht das niedrige Zuschlagsniveau der Ausschreibung aber auch Hoffnung: Neue Windenergieanlagen werden nicht zu einer Belastung der Strompreise führen. Es besteht somit kein Grund mehr dafür, die Ausbaumengen zu begrenzen. Der WVW fordert deshalb die Beibehaltung der bisherigen Dynamik beim Ausbau der Windenergie. Die Ausschreibungsmengen müssen so weit angehoben werden, dass ein Nettozubau von mindestens 2.500 MW pro Jahr erreicht wird. Die zusätzliche Beschränkung des Ausbaus durch die Ausweisung von Netzausbaugebieten auf derzeit maximal 58% des Durchschnitts der Jahre 2013-2015 lehnt der WVW ausdrücklich ab.

Auch das niedrige Zuschlagsniveau der Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde Offshore – fast ausschließlich 0-Cent-Gebote – belegt die Wettbewerbsfähigkeit der Windenergie. Der WVW kämpft daher auch hier dafür, die bestehende Ausbaubegrenzung von 15.000 MW bis 2030 aufzuheben oder zumindest deutlich anzuheben.

Der Kampf des WVW gegen die Ausbaubegrenzung der Windenergie ist nach wie vor auch ein Kampf gegen das EEG 2017. Ob die damit eingeführten Regelungen vollumfänglich verfassungskonform sind, kann nach wie vor in Zweifel gezogen werden. Der WVW verweist hierzu auf einen im DVBl, Heft 10 am 15.05.2017 veröffentlichten Aufsatz von Prof. Dr. Martin Schulte und Rechtsanwalt Joachim Kloos „Zur Verfassungswidrigkeit des >>neuen Rechts>> der erneuerbaren Energien“.

Bereits Anfang 2016 hatte der WVW ein Rechtsgutachten zur Frage der Verfassungskonformität wichtiger Aspekte des Entwurfs der EEG-Novelle und des Windenergie-auf-See-Gesetzes bei Prof. Dr. Martin Schulte in Auftrag gegeben. Das am 24.05.2016 veröffentlichte Gutachten in der Lang- und Kurzfassung finden Sie hier:

  1. Rechtsgutachten zur Frage der Verfassungskonformität wichtiger Aspekte des Entwurfs des WindSeeG und der EEG-Novelle 2016

  2. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse

 

Mehr Informationen und Quellenangaben finden Sie in den Beiträgen von Lothar Schulze und Thorsten Fastenau

 

 

 


3. Internes

Wir wollen in unserem Newsletter auch die Gelegenheit nutzen, Sie über interne Veränderungen und Neuigkeiten zu informieren.

Am 03.04.2017 fand die alljährliche Mitgliederversammlung in Hamburg statt. Wie Ihnen bereits bekannt ist, ist Uwe Thomas Carstensen aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand des WVW e.V. ausgeschieden. Auf der Mitgliederversammlung in Hamburg wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt, Rechtsanwalt Udo Paschedag und Nils Niescken. Herr Niescken ist Ihnen bereits aus seiner langjährigen Tätigkeit als Vorstandsmitglied und Schatzmeister des WVW e.V. bekannt. Herr Niescken hat sich ebenfalls aus persönlichen Gründen 2015 entschieden den Vorstand des WVW e.V. zu verlassen. Umso erfreulicher ist es nun, dass er sich in diesem Jahr erneut bereit erklärt hat, für den Vorstand und das Amt des Schatzmeisters zu kandidieren. Wir möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, die neuen Vorstandsmitglieder kurz vorzustellen:

Udo Paschedag

Udo Paschedag

 

- Jurastudium an der Universität Münster

- bis 2003 Richter am Verwaltungsgericht Stade

- 2003-2010 Referatsleiter für Windenergie, Wasserkraft und Netzintegration der Erneuerbaren Energien im Bundesumweltministerium, Berlin

- 2010-2013 Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (NRW)

- 2013 Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung

- seit 2014 Anwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt Recht der Erneuerbaren Energien sowie Energiewirtschaftsrecht

 

Herr Paschedag ist aufgrund seiner politischen Erfahrung und seines Netzwerkes in Berlin für Fragen des Rechts der Erneuerbaren Energien eine große Bereicherung für den Vorstand.

Nils Niescken

 

- Ausbildung zum Steuerfachangestellten in Hannover

- duales Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule der Wirtschaft

- 2000 Kauf seiner ersten Windenergieanlage am Standort Lünzen (seit 2015 finanziert)

- 2007 Erwerb einer zweiten WEA mit Martin Lawrenz in Glövzin (seit 2012 finanziert)

- 2001 – 2001 Leiter des Controllings bei WINKRA Energie

- 2002 Verkauf des Unternehmens an Essent NV

- bis 2004 als Leiter der Betriebsführung bei Essent NV für die Produktion von 250 MW verantwortlich

- 2004 – 2008 Leiter der Projektentwicklung Onshore, verantwortlich für die Installation von ca. 300 MW Windparkleistung in Deutschland

- 2008 Gründung der LENPower GmbH gemeinsam mit Thomas Engelbrecht und Martin Lawrenz - seit 2009 Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens

- 2014 Gründung der NWind GmbH im Zuge der Überführung der LENPower GmbH in zwei neue Unternehmen

 

Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Windenergie-Branche ist auch Herr Niescken eine große Bereicherung für den Vorstand des WVW.


4. Unternehmensvorstellung

Energiekontor

 

Das Unternehmen

1990 in Bremerhaven gegründet zählt Energiekontor zu den Pionieren der Windenergie-Branche und ist heute mit knapp 180 Beschäftigen einer der führenden deutschen Projektentwickler. Das Kerngeschäft erstreckt sich von der Planung über den Bau bis hin zur Betriebsführung von Windparks im In- und Ausland und wurde vor einigen Jahren um den Bereich Solarenergie erweitert. Darüber hinaus betreibt Energiekontor aktuell 31 Windparks mit einer Nennleistung von rund 238 MW im eigenen Bestand.

Neben dem Firmensitz in Bremen unterhält Energiekontor Büros in Bremerhaven, Hagen im Bremischen, Aachen, Bernau bei Berlin und Dortmund. Außerdem ist das Unternehmen mit Niederlassungen in England (Leeds), Schottland (Glasgow), Portugal (Lissabon) und den Niederlanden (Nijmegen) vertreten. Seit Firmengründung realisierte Energiekontor 105 Windparks mit 577 Anlagen und einer Gesamtleistung von knapp 865 MW. Das entspricht einem Investitionsvolumen von etwa € 1,4 Mrd.

Unternehmensstrategie und wirtschaftliche Ziele

Der Erfolg des Unternehmens beruht auf drei Geschäftsfeldern: der Projektierung und dem Verkauf von Wind- und Solarparks mit regionaler Verankerung in ausgewählten Ländermärkten und Schwerpunktregionen, der Stromerzeugung in einem wachsenden Bestand an konzerneigenen Windparks sowie der Betriebsführung von Eigen und Fremdparks begleitet von permanenten Innovationsmaßnahmen.

Ein Teil der selbst entwickelten Projekte wird veräußert, der andere geht in den Eigenbestand über. Die kontinuierlichen Einnahmen aus dem Stromverkauf und der Betriebsführung sichern dabei die durch volatile Erträge geprägte Projektentwicklung ab und sorgen für eine finanzielle Stabilität.

Die zentralen strategischen Stoßrichtungen von Energiekontor für ein nachhaltiges Wachstum sind die Verstärkung des regionalen Ansatzes und die Erweiterung der Schwerpunktregionen auch durch Kooperationen, die Erschließung neuer Auslandsmärkte, wie die Niederlande, die USA, und Frankreich, die Erweiterung des Solargeschäfts im In- und Ausland sowie Innovation und Effizienzverbesserungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auch hier möchte Energiekontor wieder eine Pionierrolle übernehmen, um schnellstmöglich Wind- und Solarprojekte zu reinen Marktpreisen ohne staatliche Förderung in allen Zielmärkten zu realisieren. So verhilft das Unternehmen der Wind- und Solarenergie zu einer größeren Marktdurchdringung mit dem Ziel, eine Energielandschaft mit 100 % erneuerbarer Energien Wirklichkeit werden zu lassen

Mittelfristig plant Energiekontor, das EBT in der Projektentwicklung auf ca. € 30 Mio. p. a. sowie das EBT aus den Stromerlösen des Eigenparkbestands und der Betriebsführung auf € 25-30 Mio. p. a. zu erhöhen. Insgesamt strebt der Konzern ein nachhaltiges EBT von € 55-60 Mio. an.


5. Ausblick

EU-Winterpaket

Wenn es nach dem Verordnungsentwurf der Kommission und der noch schärferen Einstellung des EU-Parlaments geht, dann wird der Einspeisevorrang für die Erneuerbaren Energien abgeschafft. Die Kommission will den Einspeisevorrang nur noch für Kleinstanlagen von 200 bzw. 250 kW erhalten - je nach Ausbaugrad in den jeweiligen Mitgliedsländern. Für die Windenergie soll es danach also gar keinen Einspeisevorrang mehr geben. Das EU-Parlament will nicht einmal diese Schwellenwerte der Kommission akzeptieren und den Einspeisevorrang ganz abschaffen. Die Abschaltentschädigungen und die Entschädigungen für Redispatchmasssnahmen sollen auf 90 % abgesenkt werden.

 

Wir werden in enger Abstimmung unter anderem mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) als unserem Dachverband gegen diese Vorschläge arbeiten und in unserem nächsten Newsletter ausführlich über dieses Thema berichten.

 

WVW Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V.

 

Geschäftsstelle Cuxhaven
Baudirektor-Hahn-Str. 20
D-27472 Cuxhaven

Telefon 04721-6677-243 
Telefax 04721-6677-251 
E-Mail info@wvwindkraft.de 

 

Vertretungsberechtigt ist der Vorstand
Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. ist eingetragen im Vereinsregister
beim Amtsgericht Hannover unter der Nummer VR 7163.

Verantwortlich für den Inhalt (ViSdP):
Text: Dr. Wolfgang von Geldern

 

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