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Der Sozialstaat steht unter Druck. Den gesetzlichen Versicherungen für Rente, Krankheit, Pflege und Arbeitslosigkeit fehlt Geld und es drohen Beitragssteigerungen und Leistungskürzungen. Ein wichtiger Grund dafür: Aus den Beiträgen der Versicherten werden seit Jahren Leistungen finanzierte, die der gesamten Gesellschaft zugutekommen – von Kindererziehungszeiten bis zum West-Ost-Transfer bei den Renten. Für den Sozialverband VdK und gemeinsam mit Fiscal Future haben wir uns in den letzten Monaten angeschaut, wie groß diese versicherungsfremden Leistungen sind und wie man sie gerecht finanzieren könnte.
Das Ergebnis: Den Sozialversicherungen fehlen pro Jahr rund 87 Milliarden Euro für Leistungen, die eigentlich aus Steuermitteln finanziert werden müssten. Wenn man diese über Sozialbeiträge finanziert, trifft das vor allem mittlere und niedrige Einkommen, während hohe Einkommen durch Beitragsbemessungsgrenzen oder private Versicherungen nicht an der Finanzierung beteiligt werden. Schließt man stattdessen die Gerechtigkeitslücken im Steuersystem und verwendet Mehreinnahmen für höhere Zuschüsse zu den Sozialversicherungen, sorgt man gleich doppelt für mehr Gerechtigkeit. Die grundsätzliche soziale Alternative ist weiterhin die Einbeziehung aller dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung und die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Eine Basisrente und die Krankenversorgung und Pflege sind allgemeine Sozialleistungen und müssen von allen Einkommen finanziert werden.
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