27. Juli 2018
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Liebe Leserinnen und Leser

Die letzte Woche war eine harte Woche für die liberale Demokratie in Israel. Die Knesset verabschiedete das Nationalstaat-Gesetz, lehnte eine Änderung des Leihmutterschaftsgesetzes ab, welches die Leihmutterschaft für gleichgeschlechtliche Paare erlaubt hätte, und verabschiedete das sogenannte "Breaking the Silence"-Gesetz, das Menschenrechtsorganisationen davon abhalten soll, in öffentlichen Schulen zu sprechen.

Aber die gute Nachricht ist, dass wir nicht allein sind. In Israel löste das Leihmutterschaftsgesetz die grössten Massendemonstrationen seit Jahren aus. Zehntausende von Menschen gingen zur Verteidigung der LGBTQ-Gemeinschaft auf die Strasse. Es war eine starke Erinnerung daran, dass die liberal-demokratische Seele Israels lebendig ist. Die Israelis, die immer noch an die jüdischen und demokratischen Werte glauben, brauchen unsere Unterstützung, unsere Ermutigung und unser leidenschaftliches Engagement. Wir werden sie weiterhin unterstützen und - ebenso wichtig - sie wissen lassen, dass sie nicht alleine sind.

Ihre NIF NEWS Redaktion

Wegbereiterin für erstklassige Bildung in Katamon (Jerusalem)

Pionierin: Clara Yona (59) gründete im unterprivilegierten Jerusalemer Quartier Katamon 1992 die Alternative Secondary School. Mit Hilfe des New Israel Fund (NIF) erhalten Mädchen und Jungen erstklassige Bildung, die deren Misrachi Herkunft einbezieht und betont. Zu Beginn schaffte niemand den Zugang zur Universität. Heute sind es zwischen 80 und 85 % der Absolventen.

Seit bald 40 Jahren arbeitet der NIF mit solchen Pionieren des Alltags zusammen.

Im Juni ist Yona die Dritte in der Serie der Trailblazers, einer Serie von Videos des NIF und Yediot Achronot zu Israels siebzigstem Geburtstag. Wegbereiter für ihre Werte und Rechte werden als Pioniere porträtiert.

Die schwere Kindheit liess sie aktiv werden – und sie musste unerhörte Widerstände überwinden, um ihre Schule zu gründen. Der NIF leistete dabei namhafte Unterstützung.

“Es gehört zum Schulstoff, den Kindern die Misrachi Kultur und den Stolz darauf nahe zu bringen. Wir fanden umfassendes und aufregendes historisches Material über das Misrachi Erbe, das noch nie in Schulen unterrichtet wurde.“

Der NIF unterstützt die Schule und überhaupt Anstrengungen der Misrachi Bevölkerung weiterhin.

Hier können Sie mehr über diese Geschichte erfahren

Der NIF ist seit bald 40 Jahren die führende Organisation in Israel, die sich für Gleichberechtigung und Demokratie einsetzt 

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Jerusalem: Eine Stadt - viele Welten

Save the Date für die NIF Schweiz Veranstaltung in Zürich

am Sonntagnachmittag 18. November 2018 in der ICZ in Zürich

Jerusalem ist voller Tradition, Spiritualität und Widersprüche. Hier treffen Menschen verschiedener Herkunft, Religion und unterschiedlicher sozialer und kultureller Prägung aufeinander. In dieser komplexen Vielfalt gibt es zahlreiche Menschen, die sich mit viel Engagement in diversen Bereichen für ein konstruktives Zusammenleben – „Shared Society“ einsetzen.

Mit drei interessanten Projekten wollen wir Ihnen dieses Engagement und das Leben in Jerusalem von einer anderen Seite näherbringen. Eine Perspektive, bei der es  weniger um das politische Drama und mehr um die konkrete Bewältigung des anspruchsvollen Alltags geht.

Schweizer Juden und Israel – Solidarität und Kritik

Für die meisten Juden in der Schweiz ist das Verhältnis zu Israel seit der Kindheit ein fester Bestandteil ihrer ganz verschiedenartigen Sozialisierung und ihrer Religion. Neben ihrer Identität als Schweizer fühlen sie sich auch dem Staate Israel verbunden. Die politische Entwicklung in Israel erschwert aber die Solidarität, z.B. was Rechtsstaatlichkeit und Bürgerrechte angeht –  Werte, die in der Schweiz selbstverständlich sind.

Drei Persönlichkeiten – NIF Vorstandmitglied Marc Bär, NIF Vorstandmitglied Rachel Halpern und Dr. Dana Landau berichten über die Einflüsse und Ereignisse, durch die sich ihre Einstellung zu Israel entwickelt hat. Moderation: Michael Guggenheimer.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Woche der jüdischen Kultur Zürich statt. Weitere Infos finden Sie hier: kulturstrudel.ch

Wann:
Sonntag, 2. September 2018

15.15 Uhr bis 16.45 Uhr Ort:
Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, 8001 Zürich

Eintritt:
Freier Eintritt

ETH Zürich Projekt in Israel gehört neu zur NIF Familie

Ein Projekt der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit dem Technion in Haifa und der Universität in Amman möchte Studenten aus der Schweiz, Israel und Jordanien in die landschaftsarchitektonische Planung der Grenzregion involvieren. Dieses Bildungsprojekt ist Teil der NIF Organisation, EcoPeace.

Wo tektonische Platten zusammen kommen, treffen Asien, Afrika und Europa aufeinander. Zwischen der arabischen und der afrikanischen Kontinentalplatte liegt der Jordangraben, eine Region geprägt von Konflikten sowie ein kultureller Schmelztiegel. Die Pamphlet-Ausgabe Rift. 7.5 , einer Publikation des Instituts für Landschaftsarchitektur der ETH "Views on the Jordan Valley" zeigt, wie unterschiedliche Auffassungen von Begriffen wie Terrain oder Territorium diese zerrissene Landschaft einst definierten und weiterhin prägen.

Rift – 7.5 Views on the Jordan Valley

Heft Nr. 22 der Schriftenreihe «Pamphlet»

Konzept: Ben Gitai

Redaktion: Ben Gitai and David Iselin

Verlag: ETH Zürich: gta Verlag

Sehen Sie hier ein kurzes Video mit den Resultaten der Vermessungen in Israel

 

Israel-Tour: Verlängerung der Anmeldefrist bis 5. August

Trotz zahlreicher Anmeldungen sind noch einige Plätze frei!

Nutzen Sie die Gelegenheit und erleben Sie drei spannende NIF Tage in Israel

vom 21. bis 23. Oktober 2018!

Weitere Fragen und Anmeldungen unter israel-tour@nif.ch

Anmeldefrist NEU bis Sonntag, 5. August 2018

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Hier finden Sie alle Details.

NIF-Gelder für die Gleichstellung von Mann und Frau

Ein Projekt zur Bekämpfung der Prostitution in charedischen (ultra-orthodoxen) Kreisen hat Anfang Juni im Rahmen einer Knesset-Sonderveranstaltung finanzielle Unterstützung vom NIF und anderen Organisationen erhalten. 18 weitere Initiativen, die sich für Frauenrechte und die Gleichstellung von Mann und Frau einsetzen, haben ebenfalls Gelder für ihre Arbeit erhalten. Dazu gehören neu gebildete Frauengruppen in zwei arabischen Gemeinden, die an Jerusalem angrenzen. NIF-CEO Mickey Gitzin würdigte die Aktivistinnen und Aktivisten. Der NIF bekämpfe Gewalt gegen Frauen in sämtlichen Bevölkerungskreisen. Ein besonderer Fokus der NIF-Arbeit richte sich künftig auch gegen Gewalt gegenüber Frauen in der arabischen Bevölkerung Israels, erklärte Gitzin. In den vergangenen zwölf Monaten wurden Frauenorganisationen mit über einer Million US-Dollar vom NIF unterstützt.

Lesen Sie hier mehr darüber (Englisch).

Gefängnisstrafen für das Filmen von IDF-Soldaten?

Trotz Vorbehalten von Generalstaatsanwalt Avichai Mendelblit hat der zuständige Ministerausschuss einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der das Filmen von Soldaten der IDF im Einsatz unter Androhung von Gefängnisstrafen bis zu zehn Jahren verbietet. Auch das Verbreiten von solchen Video- oder Audioaufnahmen soll unter Strafe gestellt werden. Daniel Sokatch, CEO des New Israel Fund, erklärte dazu: “Tyrannen schränken das Recht des Volkes ein, aufzuzeichnen, was in der Öffentlichkeit passiert – Demokraten tun dies nicht“. Solche Aufnahmen seien weltweit zu einem wichtigen Werkzeug von Menschenrechtsgruppen und Medien geworden, um allfällige Übergriffe zu dokumentieren. Entgegen den ursprünglichen Plänen, wurde der von Robert Ilatov (Yisrael Beiteinu) eingebrachte Gesetzesentwurf nun aber noch nicht vor die Knesset gebracht; gemäss „Haaretz“ soll der Text zuvor „substanziell überarbeitet“ werden. Strafbar wäre dann nur die Behinderung der Soldaten bei der Ausübung ihrer Aufgaben.

Lesen Sie hier mehr darüber (Englisch).

Wir empfehlen

Von der Scham, Israeli zu sein

Israel hat ein umstrittenes Nationalstaatsgesetz verabschiedet, das arabische Bürger grundsätzlich schlechterstellt. Mit dem liberalen Geist der Unabhängigkeitserklärung verträgt es sich nicht.

Carlo Strenger, Kolumne, 26. Juli 2018, NZZ

Lesen Sie hier den Artikel

"Das Gesetz hält das Gebäude der Besatzung davon ab, zusammenzubrechen"

Michael Sfard hat die letzten zwei Jahrzehnte damit verbracht, die Besatzung vor israelischen Gerichten zu bekämpfen. Sein neues Buch seziert das moralische Dilemma der Auseinandersetzung mit dem Rechtssystem der Besatzung, seine Rolle, den Status quo nachhaltig zu gestalten, und warum er trotz allem optimistisch bleibt, dass Israels militärische Kontrolle über die Palästinenser enden wird.

Yossi Gurvitz, 22. Juni 2018, Online Magazin +972

Lesen Sie hier den Artikel (Englisch)

 

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Jaron Bernstein Präsident, NIF Schweiz
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Dr. Ruth Dreifuss, Genève
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Karin Dreiding, Zürich
Roger Dreyfus, Basel
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Jacques de Haller
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Felix Rasumowsky
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Regina Schmidt
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© NIF Newsletter 27. Juli 2018.

Redaktion: Rachel Halpern und Jaron Bernstein.

Beiträge: Peter Abelin, Rachel Halpern, Felix Rasumowsky, Valérie Rhein

Sollten Sie unsere NIF NEWS mehrfach erhalten, sind wir um eine Rückmeldung dankbar, sodass wir die unerwünschten Adressen aus dem Verteiler nehmen können.

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Der NIF ist die führende Organisation in Israel, die sich für Gleichberechtigung und Demokratie einsetzt.

Neuer Israel Fonds Schweiz

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