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EU-Mercosur Abkommen gestoppt! - Attac Sondernewsletter

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Gute Nachrichten! Der EU-Unterausschuss im Parlament hat gestern Nachmittag die Regierung zu einem Nein zum EU-Mercosur-Abkommen auf EU-Ebene verpfllichtet! Mit Ausnahme der NEOS stimmten alle Parteien dafür.

Da dem Abkommen alle EU-Regieurungen zustimmen müssen, ist EU-Mercosur damit gestoppt. Der Beschluss gilt auch für jede neue Regierung nach der Wahl und kann nur aufgehoben werden, wenn das Parlament einen neuen Beschluss fasst.

Für uns ist das ein großer Erfolg. Das Ergebnis ist die einzig logische Konsequenz aus der breiten Kritik von vielen NGOs, Kirche, Gewerkschaften und Parteien an diesem Klimakillerabkommen. Auch unser Wahl-Check (siehe nächster Punkt) hat mitgeholfen den Druck zu erhöhen. 

Dieser Stopp muss der erste Schritt sein, die konzerngetriebene EU-Handelspolitik grundsätzlich zu hinterfragen und neu auszurichten! Denn gegenwärtig verhandelt die EU mit rund 90 Ländern ähnlich problematische Abkommen. Egal ob Mercosur, CETA oder TTIP 2.0 – all diese Abkommen ignorieren die Klimakrise, verhindern gute Arbeitsbedingungen, schwächen die bäuerliche Landwirtschaft sowie kleine und mittelständische Unternehmen und stärken transnational agierende Konzerne.

Wir wollen und wir brauchen mehr denn je eine zukunftsfähige Handels- und Investitionspolitik – und zwar für alle Menschen, nicht für einige wenige. Dafür werden wir uns auch in Zukunft einsetzen!

Wahl-Check: Kandidat*innen von ÖVP, FPÖ und NEOS stehen auf Seiten der Konzerne

Damit es auch nach der Wahl beim Nein zu Mercosur und einer Politik im Interesse von Konzernen bleibt, haben wir - mit eurer Unterstützung - alle Kandidat*innen der bundesweit zur Nationalratswahl antretenden Parteien auf den vorderen Listenplätzen kontaktiert und befragt:

  • Werden Sie im Falle Ihrer Wahl das EU-Mercosur Abkommen ablehnen?
  • Sind Sie gegen Sonderklagerechte für Konzerne (ISDS)?
  • Unterstützen Sie verbindliche Regeln für Konzerne?

Durchgeführt haben den Wahl-Check die Plattform Anders Handeln und die Treaty Alliance Österreich. Das Ergebnis unseres Wahlchecks:

Viele Kandidat*innen von SPÖ, Grüne, Liste Jetzt, Wandel und KPÖ haben sich verpflichtet auch nach der Wahl eine Politik im Interesse der Menschen zu vertreten – darunter alle Spitzenkandidat*innen. Wir werden die Abgeordneten nach der Wahl an ihre Zusagen erinnern!

Von den Kandidat*innen von ÖVP, FPÖ und NEOS gibt es hingegen keine einzige diesbezügliche Verpflichtung. Sie stehen damit auf der Seite der Konzerne.

Mehr Informationen zu den Themen der Verpflichtungserklärung finden sich in folgendem Hintergrundpapier.

P.S.: Wenn Sie unseren Einsatz gegen Konzernabkommen weiter unterstützen wollen, können Sie hier an Attac spenden.

Bitte leiten Sie unseren Newsletter auch an Interessierte weiter. Vielen Dank!

Attac Österreich
Margaretenstraße 166/3/25
A-1050 Wien 

www.attac.at

Foto: Manuel Zauner

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