Nicole Ludwig (Bündnis 90/ Die Grünen) – 8. Newsletter // 12. März 2019 Diese Mail im Browser anschauen
Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

ist die Dieselkrise der Antrieb für eine rasante Kehrtwende in Sachen Elektroantrieb? 40 Milliarden Euro investierten die Mitglieder des Verbandes der Automobilindustrie seit 2015 in die Elektromobilität – diesen Zusammenhang zeichnet die ZEIT in ihrer letzten Ausgabe nach und nennt einen Grund: Ohne Dieselgate würde die alte VW-Führungsgarde um Martin Winterkorn und Ferdinand Piëch "immer noch an Verbrennungsmotoren herumspielen“, zitiert die Zeitung den Professor der Uni Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer. Wird die deutsche Autolobby damit zum Impulsgeber eines umweltbewussten Mobilitätstrends?

Klar ist, dass wir insbesondere in der Stadt vor verkehrstechnischen Herausforderungen stehen. Berlin hat mit dem Mobilitätsgesetz eine Verkehrswende nicht nur festgeschrieben, sondern einen grundlegenden Wandel eingeläutet. Hier passiert etwas auf allen Ebenen und das zeigt Wirkung: Gemeinsam bauen BMW und Daimler ein Gemeinschaftsunternehmen in Berlin auf und verlagern damit sämtliche ihrer Mobilitätsdienste in die Hauptstadt. 500 Personen sind bereits eingestellt – in den kommenden Jahren sollen es noch mehr werden. Auch der VW-eigene Carsharing-Dienst hat sein Büro nicht am Konzernsitz in Wolfsburg sondern in Berlin angesiedelt; neben Bosch und der Deutschen Bahn, die bereits Innovations-Labs eröffnet haben, plant der Autozulieferer Hella eine Beteiligung. 

Die Unternehmen setzen dabei auf die Expertise und Experimentierfreudigkeit unserer Stadt als Testfeld – sehen sich aber als Teil des städtischen Mobilitätssystems. Und so planen auch Daimler und BMW mit verschiedenen Anbietern zu kooperieren: „Wir wollen weitere Verkehrsmittel anbinden“, sagte BMW-Chef Krüger auf der Pressekonferenz. 

Als Grüne Wirtschaftspolitikerin begrüße ich das Engagement der Unternehmen im innovativen Mobilitätssektor. Wichtig ist aber, dass die neuen Angebote nicht zu einer Verdichtung im Stadtverkehr führen. Flankiert von politischen Entscheidungen können sie starke Anreize zur Abschaffung von privaten PKWs schaffen und bisher nur peripher angeschlossene Gebiete besser anbinden.

Außerdem:
  • Unser Olympiapark?! - Was die Zukunft für das Gelände bereithält
  • Geflüchteten Chancen geben! - Der grüne Fachtag zum Thema Arbeitsmarktintegration

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Herzlichst
Nicole Ludwig

BMW & DAIMLER ERÖFFNEN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN IN BERLIN
Die Zukunft der Mobilität wird in Berlin gestaltet
Mit dem Mobilitätsgesetz hat sich Berlin national und international einen Namen gemacht und zeigt, dass hier nicht nur über die Verkehrswende geredet wird, sondern sie auf allen Ebenen eingeläutet hat.

- Nicole Ludwig

Ende Februar haben die beiden Autobauer BMW und Daimler den Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens für Mobilitätsdienste beschlossen – mit Sitz in Berlin. Neben den Carsharing-Marken, welche künftig gemeinsam unter dem Namen "Share Now" auftreten, werden auch Unternehmungen rund ums Parken (Park Now), das Laden von Elektrofahrzeugen (Charge Now), die Reiseplanung (Reach Now) und Mitfahrdienste (Free Now) gebündelt. 

„Wir begrüßen es sehr, dass sich das Konsortium aus BMW und Daimler für Berlin entschieden hat. Dabei werden nicht nur viele bestehende Mitarbeiter nach Berlin umsiedeln, sondern auch Hunderte neue Arbeitsplätze entstehen", erläutert Nicole Ludwig, und ergänzt: "Das ist ein toller Erfolg, der die boomende Entwicklung in Berlin deutlich macht – so beschäftigen sich neben vielen Forschungseinrichtungen und Universitäten allein fünfzig Startups mit intelligenter Mobilität. Und mit der Ankündigung von Volkswagen, in diesem Frühjahr rund 2000 e-Fahrzeuge für das CarSharing in Berlin bereitzustellen, wird es in Berlin die größte CarSharing-Flotte der Welt geben."

Die Autobauer selbst bezeichneten Berlin als „Kreativitätshub und Innovationsschmiede“ und sehen in der Hauptstadt besonders für Mitarbeiter und Talente einen attraktiven Standort. Berlin sei der „perfekte Platz, um etwas Neues zu starten“, sagt etwa BMW-Chef Krüger.

ZUKUNFT UND PERSPEKTIVE
Wir müssen über den Olympiapark reden

In nahezu jeder Ausgabe berichten wir zur Debatte um Herthas Neubaupläne. An dieser Stelle geht es jedoch nicht um ein neues Stadion an sich, sondern um den Ort an den es nach Willen des Proficlubs hin soll: Unseren Olympiapark. 

Das Gelände liegt seit Jahrzehnten im Dornröschenschlaf – mehrere Studien und Gutachten, welche über die Jahre verschiedene Visionen eines öffentlich nutzbaren Freizeit- und Kultur Areals im Olympiapark entwickelten, wurden nicht weiterverfolgt. Doch in Anbetracht des erhöhten Sportflächenbedarfs unserer wachsenden Stadt und der optimalen Anbindung des Geländes an den ÖPNV wäre die Weiterentwicklung des Geländes zu einem Sport- und Erholungsgebiet das einzig richtige Signal! Hier könnten sowohl Freiflächen für den unorganisierten Sport, als auch wettkampfgerechte Spielstätten entstehen – zumal auf dem Gelände bereits sportliche Infrastruktur vorhanden ist.

Welche Vision haben Sie für den Olympiapark? Am 28. März diskutiere ich mit einer Reihe von Expertinnen und Experten über die Zukunft des Parks! Mehr Informationen finden Sie hier.

FACHTAG ARBEITSINTEGRATION
Geflüchteten Chancen geben

Arbeit ist zentral, um in einer Gesellschaft anzukommen. Deshalb gilt für uns: Wer hier lernen und arbeiten will, soll bleiben dürfen. Es ist die Aufgabe von Politik und Verwaltung, Hürden wegzuräumen und Menschen ein rasches Ankommen zu ermöglichen. Auf dem Fachtag der Grünen-Fraktion zum Thema Arbeitsmarktintegration Geflüchteter haben die Diskussionen, Podien und Workshops mit insgesamt über 250 Teilnehmer*innen eindrücklich gezeigt, wie viel Kompetenz es beim Thema Integration in Berlin gibt.

Nicole Ludwig verantwortete dabei einen Workshop zum Thema Gründung und Selbstständigkeit: Fast die Hälfte der Selbständigen in Berlin haben Migrationshintergrund – bei Geflüchteten sind es allerdings sehr viel weniger. Das hat auch damit zu tun, dass die Arbeitsagenturen eher Richtung Mangelberufe beraten als Richtung Gründung und Selbständigkeit. Ein großes Problem sind die Schwierigkeiten bei der Suche nach Gründungskrediten. Die zeitlich befristeten Aufenthaltstitel stehen Kreditvergaben häufig im Weg. Daher will Nicole Ludwig als Ergebnis ihres Workshops gemeinsam mit der Investitionsbank Berlin-Brandenburg geeignete Förderinstrumente entwickeln.

WISSENSWERTES AUS PARLAMENT & CO
Weitere Neuigkeiten
Alle ansehen
PODIUMSDISKUSSION
Paradigmenwechsel in der Textilindustrie

Ist Berlin die Welthauptstadt für nachhaltige Mode? – Darüber diskutierte Nicole Ludwig gemeinsam mit Magdalena Schaffrin, Gründerin des Greenshowrooms. 2800 Textil-Unternehmen gibt es hier – 30 Labels arbeiten strikt nach nachhaltigen Kriterien. Um diese Entwicklung noch voranzutreiben, braucht Berlin ein Zentrum für Textilwirtschaft, ein „Fashion Hub“. In Verbindung zur HTW – mit den Studiengängen Modedesign und Bekleidungstechnik – wäre Schöneweide mit seinen Produktionsstätten ein idealer Standort.

PARLAMENTARISCHER ABEND
Perspektiven der Smart City Berlin

Am 26.02. hatte das Netzwerk Smart City zu einem Parlamentarischen Abend geladen, um Positionen zu erörtern und Empfehlungen zu diskutieren. Das Thema liegt mir seit geraumer Zeit am Herzen – doch leider steht Berlin noch nicht dort wo es stehen könnte! Hier fehlt es auch an einer klaren Zielsetzung und verbindlichen Leitlinien. Die Smart City Berlin muss zu einer internationalen Marke entwickelt werden, die die besondere Berliner Mischung aus Innovation, Nachhaltigkeit, Kreativität und Experimentierfreude vermittelt. Auch mit der Digitalstrategie, die gerade erarbeitet wird, bietet sich die Chance, die Leitlinien Berlins neu zu definieren. Ein Augenmerk muss dabei auch auf der Harmonisierung der Konzepte liegen. Ich bin sehr motiviert, diesen Prozess in den nächsten Monaten zu begleiten.

KIEZ
Danke für vier Wochen Kleidertausch!

Als kleine Idee zur Fashion-Week entstanden, entwickelten sich die Kleidertauschwochen in meinem Wahlkreisbüro zu einem vollen Erfolg! Neben der Möglichkeit neue Kleidungsstücke zu tauschen, nutzen viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit das Büro in der Knobelsdorffstr. 45 näher kennenzulernen. Abgerundet wurde die Aktion mit der Filmvorführung von "The True Cost" – welcher zu einer gemeinsamen Diskussion anregte. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!

FÜR EHRENAMT UND ENGAGEMENT
Berlin sagt Danke!

Danke kann man gar nicht oft genug sagen! Denn das ehrenamtliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner, ob im Rahmen der Hilfe für Geflüchtete oder auch in vielen anderen Zusammenhängen, ist nach wie vor ausserordentlich. Besonders freut mich, wie viele öffentliche und auch private Organisationen sich inzwischen mit Aktionen für die weltoffenen und hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt beteiligen. An rund 150 Orten in der Stadt zeigte Berlin seinen Dank und seine Unterstützung für die vielen Helferinnen und Helfer.

TERMINE
März 2019
Ausschuss für Wissenschaft und Forschung

18.3.2019 » 12:30 Uhr
Sitzungs-Nr. 34, Raum 304

Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Betriebe

18.3.2019 » 15:00 Uhr
Sitzungs-Nr. 34, Raum 376

Mitgliederversammlung Grüne CW

19.03.2019 » ab 19:30 Uhr
Windscheidstr. 16, 10627 Berlin

Plenarsitzung

21.3.2019 » 10:00 Uhr
Sitzungs-Nr. 39, Plenarsaal

Ausschuss für Sport

22.3.2019 » 10:30 Uhr
Sitzungs-Nr. 32, Raum 311

DER OLYMPIAPARK – ZUKUNFT UND PERSPEKTIVE

28.3.2019 » 19:00 Uhr
Hanns-Braun-Str. 27, 14053 Berlin

Verwendete Bilder in Reihenfolge
Titelbild: Anne Sturm / Grüne Fraktion Berlin
Mobilität: Ji-Elle - CC BY-SA 4.0
Olympiapark: Michael Barera - CC BY-SA 4.0
Fachtag: Anne Sturm / Grüne Fraktion Berlin

Textilwirtschaft: Regionalmanagement Berlin Südost,
Konzept und Bild / Cathrin Bach

Smart City: Unsplash
Kleidertausch: Eigene Darstellung
Berlin sagt Danke: Eigene Darstellung

Nicole Ludwig, MdA

Sprecherin für Wirtschaft, Forschung und Sport

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
im Abgeordnetenhaus von Berlin
Niederkirchnerstr. 5 | 10111 Berlin

030-23 25 24 76
buero.ludwig@gruene-fraktion-berlin.de

Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich auf unserer Webseite angemeldet haben oder sich in unserem Verteiler befinden.

Abmelden