Nicole Ludwig (Bündnis 90/ Die Grünen) – 13. Newsletter // März 2020 Diese Mail im Browser anschauen
Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Dynamik des vergangenen Wochenendes haben sich auch in Berlin die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Viruses verschärft. Schulen und Kitas bleiben geschlossen, die Kulturlandschaft ebenso: Museen, Konzerthallen, Clubs und Kneipen machen dicht. Ebenfalls ausgeweitet wurde die Regelung für öffentliche und private Veranstaltungen, welche nun mit mehr als 50 Personen verboten sind. Lob für die rasche Kehrtwende gibt es vom Charité Chef-Virologen Christian Drosten, dem wohl gefragtesten Experten in der aktuellen Krise: "Berlin hat nun wirklich gezeigt, wie man es macht. Meine Hochachtung vor so viel Handlungswillen und Engagement!“

Besonders betroffen sind von der Entwicklung zwei politische Themenbereiche, die meine alltägliche politische Arbeit bestimmen – der Sport und die Berliner Wirtschaft. Der heutige Newsletter befasst sich daher intensiv mit der Frage, wie sich die Maßnahmen auf Wirtschaft, Sport und Bezirk auswirken und wo die Politik nun handeln muss. 

Corona-Krise in Berlin – Themen des Newsletters:
  • Wirtschaft: Diese Unterstützung gibt es für Berliner Unternehmen
  • Kiez: Was wir im Bezirk nun tun können

PS: Dass Corona auch Chancen bietet, zeigt sich im Punkt digitales Arbeiten. Viele Arbeitgeber beschäftigen sich nun mit Möglichkeiten für flexibles Arbeiten im Home-Office, was auch in Zukunft Ressourcen sparen kann. Einige Software-Tipps für das Arbeiten zuhause finden Sie ebenfalls in diesem Newsletter.

Und auch meine Sprechstunden biete ich für die nächste Zeit digital an. Anliegen und Fragen zu Corona und anderen Themen können Sie dann in einer Videokonferenz stellen! Die erste Sprechstunde findet bereits morgen statt!: www.nicole-ludwig.de/corona

Herzlichst
Ihre Nicole Ludwig

WIRTSCHAFT
Wirtschaftshilfe für Berliner Unternehmen gesichert
Mit der Ausbreitung des Coronavirus treffen die begleitenden Schutzmaßnahmen die Berliner Wirtschaft besonders. Abgesagte Veranstaltungen, Unterbrechung von Lieferketten, sinkende Nachfrage, aber auch Krankmeldungen und Quarantänen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen.

Nach der Absage der ITB vor zwei Wochen finden inzwischen regelmäßige Runden mit Vertretern der Berliner Wirtschaft über die Auswirkungen von COVID 19 statt. Nachdem zunächst das Hotel- und Gastronomiegewerbe im Mittelpunkt stand, rücken nun auch andere Branchen in den Fokus. Vor allem der Kreativbereich, Selbstständige und Freiberufler leiden, aber auch die Clubs und Kultureinrichtungen. Die Wirtschaftssenatorin und wir als Grüne wollen verhindern, dass durch die Corona-Krise Unternehmen in Berlin in die Insolvenz geraten und dass Arbeitsplätze verloren gehen. Wir sind bereit, in Berlin und gemeinsam mit der Bundesregierung zügig zu agieren, um Wirtschaft und Arbeitsplätze zu stützen.

Daher öffnen wir den Liquiditätsfonds der IBB neben dem produzierenden Gewerbe auch für Tourismus, Hotellerie, Gaststätten und Einzelhandel, aber auch für Clubs und Res­taurants. Daneben werden die Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld aktuell deutlich vereinfacht sowie Unternehmen durch die erleichterten Steuerstundungen, angepasste Steuer­vorauszahlungen und dem Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen entlastet. Dazu finden auf Bundesebene Gespräche über mittelfristige, konjunkturstützende Maßnahmen und zur Stärkung der Krisenfähigkeit von Wirtschaft und Unternehmen statt. Die Hilfskredite, welche die Bundesminister Scholz und Altmaier in unbegrenzter Höhe angekündigt haben, sind auch für Selbstständige, Taxifahrer und andere Gewerbe offen.

    SIE SIND UNTERNEHMER*IN/FREIBERUFLICH UND BENÖTIGEN HILFE?

    Die folgenden Links (gelb, unterstrichen) verlinken Sie zu den jeweiligen Förderprogrammen und weiteren Informationen.

    Für kleine und mittlere Unternehmen

    IBB, BürgschaftsBank, KfW

    Für Selbstständige & Freiberufler*innen

    BuReg, CreativeCity, VGSD

    Für Gastronomie und Tourismus

    IBB, BürgschaftsBank, BuFi

    Für Clubs und Veranstalter*innen

    IBB, BürgschaftsBank, KfW

    FÜR DEN ERSTKONTAKT:

    Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sammelt die wichtigsten Informationen und Ansprechpartner auf der Website: www.berlin.de/sen/web/corona/

    Darüber hinaus bieten folgende Hotlines Unterstützung an:

    • Hotline der IHK Berlin für Unternehmen: (030) 31 510 919 (allgemeine Fragen, täglich von 8:00 – 17:00 Uhr)
    • Hotline der IBB Berlin für Unternehmen insb. in Bezug auf Fragen der Liquiditätshilfen: (030) 2125 4747 (Montag- Freitag von 9:00 – 17:00 Uhr)
    • Hotline des Bundeswirtschaftsministerium für Unternehmen: (030) 18615 1515 (Montag – Freitag von 9:00 Uhr – 17:00 Uhr)

    Als wirtschaftspolitische Sprecherin interessiert mich natürlich besonders: Kommt die Hilfe an? Über Erfahrungsberichte und Information von Gewerbetreibenden, die diese Hilfe(n) in Anspruch nehmen, freue ich mich unter: nicole.ludwig@gruene-fraktion-berlin.de

    HILFE VOR ORT
    Nachbarschaftshilfe: Was wir im Bezirk nun tun können

    Erstes Gebot um die Gemeinschaft zu schützen: Auf Abstand gehen und Zuhause bleiben, soziale Kontakte minimieren. Und doch brauchen in unserer Stadt und in unserem Bezirk jetzt viele Menschen Hilfe: Senior*innen, Menschen mit Behinderung und Grunderkrankungen, Obdachlose, Menschen in prekären Lebenssituationen und Pflegebedürftige. Als Stadtgesellschaft müssen wir jetzt schnell neue Wege zu ehrenamtlichem und bürgerschaftlichem Engagement finden.

    1. Gefährdeten Personengruppen Hilfe anbieten: Das Erledigen von Einkäufen oder kurzen Botengängen ist Gold wert. Natürlich nur, wenn man selbst weniger gefährdet ist und Kapazitäten hat. Hilfe anbieten & suchen geht einfach sowohl online (quarantaenehelden.org), als auch offline per Aushang im Flur (Vorlage z.B. von den Grünen Tempelhof-Schöneberg)

    2. Mit Nachbar*innen vernetzen und Unterstützung teilen: Das Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de hilft bei der Vernetzung für gemeinsame Kinderbetreuung oder stellvertretendes Gassigehen.

    3. Karitative Einrichtungen mit Spenden unterstützen: Organisationen wie die Tafel Berlin oder der Seeling-Treff im Klausenerplatz-Kiez erhalten gegenwärtig deutlich weniger Spenden als sonst. Sach- und Lebensmittelspenden aber gerade auch Hygieneartikel wie Rasierschaum, Seife, Toilettenpapier, Rasierer, Duschgel, Zahnpasta, Einmalzahnbürsten und Deo werden benötigt. 

    Am Mittwoch, den 18.03. bringen wir daher eine Kiste mit den gewünschten Artikeln vorbei – wer sich anschliessen möchte, kann sich gerne melden (z.B. per E-Mail) oder bringt es direkt zum Seelingtreff in der Seelingstrasse 9.

    WEITERE NEUIGKEITEN
    Kurznachrichten
    Alle ansehen
    NDR INFO
    Tägliches Corona-Update per Podcast

    Täglich informiert der Chef-Virologe der Berline Charité, Christian Drosten zum aktuellen Stand aus Wissenschaft und Forschung. Im Gespräch mit dem NDR Info Team geht es dabei auch um Empfehlungen für jede*n einzelnen, wie mit der Situation am besten Umgegangen werden kann. Der Podcast erscheint täglich und kann hier angehört werden.

    EMPFEHLUNG DES LSB
    Sport in Zeiten des Corona-Viruses

    Unter dem Titel: Normaler Sportbetrieb nein, alleine Sport im Freien: ja! reagiert der LSB auf die aktuelle Situation. Die Unterbrechung des Trainings- und Spielbetriebs seien richtig und wichtig, sagte Präsident Härtel. Wer aber alleine und unter Berücksichtigung der Hygieneempfehlungen joggt, Rad fährt oder paddelt, könne etwas für seine Gesundheit tun. Die Empfehlung im Wortlaut.

    DIGITAL CONCERT HALL
    Die Philharmonie kommt zu Ihnen nach Hause

    Wie viele Kultureinrichtungen ist auch die Berliner Philharmonie bis zum 19. April geschlossen. Als Ersatz bieten die Berliner Philharmoniker einen virtuellen Konzertsaal: 30 Tage lässt dich das digitale Angebot kostenlos testen. Mit dabei sind über 600 Orchesterkonzerte aus mehr als zehn Jahren, Dokumentationen und Portraits. Mehr Informationen finden Sie hier.

    DIGITAL ARBEITEN
    Softwaretipps für das Homeoffice

    Mit der Ausbreitung des Corona-Viruses sind immer mehr Menschen gefordert von Zuhause zu arbeiten. Einige Unternehmen haben bereits reagiert und bieten ihre Dienste zunächst kostenfrei an. Die Remote-Software Teamviewer zum Beispiel oder das Videokonferenz-Programm Webex von Cisco. Weitere Tipps zum digitalen Arbeiten von Zuhause hat die Plattform t3n zusammengestellt.

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    Und noch einmal: Liquiditätsfonds wird geöffnet für Gastronomen und Handel. Vermieter sollten aber auch prüfen, ob… https://t.co/udyLFNYFwW

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    TERMINE
    März 2020
    Aus aktuellem Anlass: Bitte bleiben Sie Zuhause #flattenthecurve

    Mehr Informationen (Robert Koch Institut):
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

    Verwendete Bilder in Reihenfolge
    Titelbild: FlattenTheCurve - Siouxsie Wiles and Toby Morris (Übersetzung Dirk Husemann)
    Sprechstunde: Eigene Darstellung
    Wirtschaft: Unsplash

    Nachbarschaft: Unsplash
    Podcast: NDR INFO
    LSB: Unsplash
    Philharmonie: Unsplash
    Homeoffice: t3n

    Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

    Nicole Ludwig, MdA
    Grüne Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin

    Niederkirchnerstr. 5, Berlin
    Germany

    030-23 25 24 76
    buero.ludwig@gruene-fraktion-berlin.de

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